Sympathisanten haben eine Spendenaktion für Sidonie Nkouette gestartet, deren Auto in der Silvesternacht in Anderlecht in Brand gesetzt wurde. Ihre Geschichte hat viele Reaktionen hervorgerufen und zu einer Solidaritätsinitiative geführt. Mit Erfolg, wie sich herausstellte: Innerhalb weniger Stunden wurden die angestrebten 10.000 € gesammelt, um der Frau ein neues Auto zu kaufen.
Über 20.000 Euro für Sidonie gesammelt, deren Auto in der Silvesternacht in Brüssel in Brand gesteckt wurde
Inzwischen übersteigt der Zähler bereits die 20.000 €-Marke: Alles, was über das gesetzte Ziel hinaus gesammelt wird, wird unter anderen Opfern aufgeteilt. Das bedeutet, dass zwei weiteren Haushalten, deren Autos in der Silvesternacht durch Randalierer zerstört wurden, geholfen werden kann.
Für Sidonie Nkouette aus Braine-le-Comte in der Provinz Henngau begann das neue Jahr auf tragische Weise. Randalierer setzten ihr Auto in Brand, das auf dem Lemmensplein in Kuregem in Anderlecht geparkt war. Sie zogen eine Spur der Verwüstung durch den Ortsteil. Dabei wurden Dutzende Autos zerstört.
„Dies ist ein skandalöser Fall von Ungerechtigkeit“, sagte Nkouette gegenüber der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ: „Von den Versicherungen werde ich nichts zurückbekommen, ich hatte keine Vollkaskoversicherung. Ich werde einen Kredit für ein neues Auto aufnehmen müssen. Und ich brauche das Auto, um zur Arbeit zu fahren und um die Kinder zu ihren Aktivitäten zu bringen.“
Crowdfunding
Nur einen Tag später wurde eine Initiative zur finanziellen Unterstützung von Sidonie gestartet. „Ganz Belgien kennt dieses Lied, das jedes Jahr zu Silvester in Brüssel gespielt wird“, sagt Initiatorin Tamara De Koninck aus Asse in der Provinz Flämisch-Brabant. „Mir tut diese Frau sehr leid und ich wollte etwas tun.“ De Koninck startete daraufhin eine Spendenaktion, damit sich Sidonie ein neues Auto kaufen kann.
Das führte dazu, dass sich zwei Initiativen für Sidonie zusammenschlossen, denn auch in Brüssel selbst wurde eine Aktion ins Leben gerufen. Hassan Al Hilou und seine gemeinnützige Organisation „Capital“ wollten ebenfalls die Ärmel hochkrempeln, um der Frau zu helfen.
„Die Brüsseler Jugendlichen bei „Capital“ wollen zeigen, dass sie etwas tun wollen, um Sidonie zu helfen“, sagt Al Hilou, der das Crowdfunding mit De Koninck koordiniert. Inzwischen sind bereits mehr als 20.000 € zusammengekommen. 10.000 € davon gehen an Sidonie, der Rest wird zwei weiteren Opfern der Brüsseler-Neujahrskrawalle zur Verfügung gestellt.
