Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn führt an diesem Montag umfassende Anpassungen am gesamten Bus- und Tramnetzwerk durch. Dabei geht es um die letzte Phase des sogenannten „nachfragegestützten ÖPNV“ aber auch um Fahrplananpassungen aufgrund des akuten Personalmangels bei vor allem Busfahrern.
Probleme im ÖPNV in Flandern möglich: De Lijn führt Fahrplan- und Netzanpassungen durch
De Lijn führt Anpassungen auf rund 10 % des gesamten Netzes durch und dies im Rahmen des flämischen Landesdekrets zur „Basiserreichbarkeit“. Die erste Phase der Einführung hatte vor einem Jahr ein Chaos und bis heute anhaltende Klagen und Beschwerden vor allem in ländlichen Gebieten zur Folge.
Jetzt konzentriert sich De Lijn auf die zentralen Linien, wo die Nachfrage am höchsten ist. Das betrifft auch bessere Anschlüsse an die Eisenbahn. Das führt zu neuen Linien, zu angepassten Routen auf bestehenden Linien, zu Änderungen in den Frequenzen und zu neuen Liniennummern.
Im Busnetz der Universitätsstadt Löwen in Flämisch-Brabant sind die Anpassungen am umfangreichsten, denn hier wird rund 40 % des vorhandenen Systems verändert. In den Kempen in der Provinz Antwerpen, im Rest von Flämisch-Brabant, in Ostflandern und in Limburg werden vor allem die Einsätze der sogenannten Flexbusse angepasst. Das sind Busse, die quasi nur auf Anfrage fahren.
Personalmangel
De Lijn fehlen rund 150 Busfahrer und das betrifft im gesamten flämischen Busnetz 2,5 % der Fahrten. Die regionale Verkehrsgesellschaft führt die entsprechenden Anpassungen nach eigenen Angaben dort durch, „wo die Fahrgäste die geringsten Auswirkungen spüren.“
Das Betrifft Fahrpläne an den Wochenenden und Fahrten zu später Stunde, hochfrequentierte Strecken, auf denen mehrere Linien unterwegs sind und Linien mit wenig Nachfrage bzw. Fahrgästen.
