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Belgiens Außenminister Qintin und sein türkischer Amtskollege Hakan Fidan

Wie soll Belgien mit den in Syrien inhaftierten IS-Kämpfern umgehen? Diplomatische Gespräche laufen

Die in syrischen Gefängnissen inhaftierten belgischen IS-Kämpfer werden vorerst nicht in unser Land überstellt. Dies sagte der geschäftsführende Außenminister Bernard Quintin (MR) bei seinem Besuch in der Türkei. Dort sprach er mit seinem türkischen Amtskollegen Hakan Fidan über die Lage in Syrien nach dem Sturz Assads.

Andreas Kockartz
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Die Türkei möchte, dass alle Syrien-Kämpfer in ihr eigenes Land zurückkehren. Derzeit werden sie noch in Gefängnissen festgehalten, die von einer kurdischen Miliz bewacht werden. Die Türkei führt eine Offensive gegen diese Kurden in Nordsyrien durch, denn sie betrachtet diese Milizen als Terrorgruppen.

Aber eine Rückkehr der belgischen Syrien-Kämpfer sei zu heikel - diese Entscheidung betreffe die nationale Sicherheit Belgiens und könne nicht von einer geschäftsführenden Regierung getroffen werden, sagt Quintin. In den Gefangenenlagern im kurdisch kontrollierten Norden von Syrien halten sich 13 belgische Kämpfer, acht Frauen und neun Kinder auf.

Diplomatie zwischen Belgien und Syrien

Der belgische Sondergesandte im Nahen Osten, der Diplomat Hubert Cooreman, hat sich nach einer Mission in der syrischen Hauptstadt Damaskus positiv über die neuen Machthaber in Syrien geäußert. Der moderate Diskurs der Islamisten habe sich bislang nicht geändert, teilte Außenminister Bernard Quintin am Donnerstag nach einem Bericht des Sondergesandten mit, wie der belgische Rundfunk in deutscher Sprache BRF meldet.

Zwei Tage lang hatte sich Hubert Cooreman in Damaskus mit führenden Mitgliedern der islamistischen HTS-Miliz ausgetauscht, so der BRF. Diese Miliz wird vom UN-Sicherheitsrat immer noch als Terrororganisation eingestuft. Entsprechend vorsichtig ist man in Belgien beim Umgang mit den neuen Machthabern im Syrien. Laut Außenminister Quintin fehlen immer noch die ersten Beweise, dass die neuen Machthaber ihren Worten Taten folgen lassen.

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