Das flämische Umweltministerium hat eine „Empfindlichkeitskarte für plastische Böden“ veröffentlicht. Diese Karte zeigt, wo im belgischen Bundesland Flandern der Boden am anfälligsten für das Aufquellen oder Schrumpfen der unterirdischen Tonschicht ist. Besonders während extrem trockener oder extrem feuchter Perioden ist das Risiko auf Bodensenkungen auf Lehmgrund groß. Je empfindlicher der Boden ist, desto größer ist die Gefahr von Setzungen, Rissen oder Brüchen in Häusern.
Neue Karte zeigt das Risiko von möglichen Bodensenkungen auf Lehmböden in Flandern auf
Unter anderem in den Jahren 2018 und 2020 erlebte auch Flandern mehrere lange Trockenperioden. Der Boden trocknete aus und mancherorts begannen die Häuser zu sinken. In Kortrijk in Westflandern zum Beispiel sackten Zimmer in Dutzenden von Häusern ab. Die Böden bekamen Risse, die Fensterbänke verschoben sich, hier und da mussten sogar die Decken abgestützt werden. Die Häuser dort wurden vor 30, 40 Jahren auf Lehm- und Tonschichten gebaut, als es noch keine knochentrockenen Sommer gab.
Dieses Problem tritt nicht überall in Flandern auf, wohl aber in mehreren über das gesamte Land verstreuten Gebieten, darunter Teile Westflanderns, die flämischen Ardennen in Ostflandern und Teile von Flämisch-Brabant.
Da der Klimawandel dazu führt, dass wir zunehmend lange Trockenperioden oder im Gegenteil extrem nasse Perioden erleben, hat das flämische Umweltministerium eine Karte entwickelt, um sogenannte „plastische Böden“ - Böden, die aufgrund ihrer Lehmstruktur zu Senkungen führen können - und ihre Risiken besser einschätzen zu können. Ein größeres Schrumpf- und Quellungspotenzial erhöht das Risiko von Gebäudeschäden.
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Die Karte zeigt die Empfindlichkeit des Bodens und des Untergrunds in Flandern. Sie ist dort rot eingefärbt, wo die Wahrscheinlichkeit der Feuchtigkeitsaufnahme am höchsten ist. Grün ist der beste Wert. Gelbe Flächen zeigen eine mittlere Empfindlichkeit. Diese „Empfindlichkeitskarte“ ist auf der Webseite des flämischen Umweltministeriums über die „Databank Ondergrond Vlaanderen “ verfügbar.
Ein Blöckchen gibt eine Gesamtbewertung für ein relativ großes Gebiet ab. Es ist daher logisch, dass man daraus keine individuellen Schlüsse ziehen sollte, sagt Ann Heylens vom flämischen Umweltministerium dazu gegenüber VRT NWS: „Nur weil man in einem roten oder orangen Bereich wohnt, heißt das nicht, dass man unbedingt ein Problem hat. Umgekehrt gilt auch, dass eine grüne Zone nicht unbedingt die Möglichkeit eines Problems ausschließt, aber wenn Probleme auftreten sollten, sind sie sehr selten.“
Forscher des Ministeriums haben in ganz Flandern Bodenproben genommen, Messungen vorgenommen und Laboranalysen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit früheren Daten und Informationen über Schadensfälle, die dem Ministerium bekannt sind, kombiniert - das sind etwa 250 registrierte Vorkommnisse. Man seine Gemeinde auf der Karte finden, aber sie ist vor allem für einen globalen Überblick gedacht - diese Karte ersetzt keine spezifische, individuelle Expertise.
