Der Dreiländerzug zwischen Aachen HBF, Maastricht und Lüttich Guillemins kommt nicht richtig aus den Startlöchern. Auf den RE18, der auf belgischer Seite als S43 geführt wird, ist nur selten Verlass. Das verkehrstechnische Vorzeigeprojekt der Euregio Maas-Rhein glänzt vor allem auf deutscher und auf niederländischer Seite durch Unzuverlässigkeit, wie auch die Aachener Nachrichten vor einigen Tagen schrieben.
Der Dreiländerzug: Tolle Idee, doch die Umsetzung hapert in der Praxis
Während der Dreiländerzug als S43 zwischen Lüttich und Maastricht stets pünktlich ist und stündlich direkten Anschluss in Guillemins an den IC Eupen-Ostende bietet, ist die RE18-Verbindung zwischen Aachen und Maastricht von Problemen geprägt.
Auch auf den Fahrplantafeln in Lüttich ist nicht selten zu lesen, dass der Zug nur bis Maastricht fährt, bzw. manchmal auch bis Heerlen. Doch über die komplette Linie nach Aachen fährt er nur selten, was auch umgekehrt der Fall ist.
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Woran hapert das Ganze?
Laut Aachener Nachrichten sind die häufigsten Probleme Fahrzeug- und Personalmangel beim niederländischen Betreiber des Dreiländerzugs, Arriva. Offenbar bekommt das Bahnunternehmen das nach Jahren Verspätung im Juni 2024 gestartete Projekt nicht in den Griff.
Und zu allem Überfluss klappt es auch nicht mit der Fahrgastinformation, wenn etwas nicht stimmt. Diesem Problem liegen Schwierigkeiten mit der Datenübermittlung zwischen Arriva und der Deutschen Bahn zugrunde. Das zeigt sich auch an den verschiedenen Fahrplan-Apps, die die Nutzer nicht richtig bzw. gar nicht informieren.
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Während auf der belgischen Seite die hiesige Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB das Personal auf der Strecke Lüttich-Maastricht stellt, scheint die Personaldecke auf niederländischer und deutscher Seite noch stets akut zu sein.
Arriva führt aber auch Fahrplanprobleme - auch durch Güterzüge auf der Linie - und Fragen bezüglich zur Infrastruktur als Fehlerquellen an, was allerdings fadenscheinig wirkt, denn in Belgien scheint es ja zu funktionieren. Auch hier nutzen Güterzüge die Strecke…
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Zuversicht
Arriva ließ gegenüber den Aachener Nachrichten wissen, dass man im Laufe „dieses Jahres“ alle benötigten Stellen für den RE18 besetzen werde. Ob das allerdings wirklich noch vor dem Jahreswechsel geklappt hat, wird sich Anfang 2025 erweisen. Schön wärs ja, denn eigentlich ist diese Verbindung eine gute Idee, sowohl für Pendler auf Teilstrecken der Linie, als auch für den Freizeitverkehr in der Euregio Maas-Rhein.
