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Politik

Rufe nach Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern werden lauter: „Aufgabe für neue belgische Regierung und für Europa“

Neben 85 belgischen Tierschutzorganisationen fordern auch Bürgermeister ein landesweites Verbot des Verkaufs von Feuerwerkskörpern. Nach Ansicht der Befürworter eines solchen Verkaufsverbots führen Feuerwerkskörper zu vielen Verletzungen, zu Gewalt und Sachbeschädigung sowie zu Tierleid. Nur ein Verbot des Zündens könne nicht durchgesetzt werden. Verkauf und Besitz sollen strafbar werden, so der Ruf vieler nach den Ereignissen und den Ärgernissen rund um den Jahreswechsel 2024/2025 in Belgien. 

Andreas Kockartz
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Die Bürgermeister mehrerer Städte und Gemeinden in Flandern wenden sich an die föderale Regierung und auch an die europäische Union. Das Gleiche ist vom Verband der flämischen Städte und Gemeinden (VVSG) zu hören. 

„Wenn die Polizei am Tatort eintrifft, ist es oft schon zu spät. Dann kann man kaum noch herausfinden, wer die Bombe gezündet hat. Es wäre viel besser, wenn man keine Feuerwerkskörper mehr kaufen oder transportieren dürfte. Ein solches Verbot lässt sich von der Polizei leichter durchsetzen und kann zu weniger Zwischenfällen führen“, so Nathalie Debast vom VVSG.

Die Gründe für das Verbot liegen auf der Hand: Tierleid, Verletzungen bei Feuerwerkszündern und Schaulustigen und sogar die Verwendung von Knallkörpern und Ähnlichem gegen Polizei und Einsatzkräfte. 

Obwohl viele Gemeinden z.B. in der Provinz Limburg das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten hatten, wurde weiterhin munter gezündelt. Die Bürgermeister akzeptieren das nicht mehr. Dies ist nicht nur in Limburg der Fall, sondern z. B. auch in Gent oder Brüssel.

Von der Lasershow bis zur Durchsetzung des Verkaufsverbots

Rufe nach tierfreundlichen Alternativen zu Feuerwerkskörpern werden seit Jahren laut. Im Jahr 2019 forderte die Tierrechtsorganisation Gaia die Verwendung von lautlosem Feuerwerk. Im Dezember 2024 forderten 85 Tierrechtsorganisationen, darunter auch Gaia, in einem gemeinsamen Aufruf ein vollständiges Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper.

Obwohl die Region Brüssel-Hauptstadt den Verkauf von Feuerwerkskörpern bis zum 1. März verboten hat, lässt die Durchsetzung des Verbots nach Ansicht der Tierschutzorganisationen vorerst zu wünschen übrig. 

Feuerwerkskörper sind in den Geschäften weiterhin leicht erhältlich und in die Silvesternacht in der Hauptstadt hat einmal mehr gezeigt, so die Betroffenen, dass sich viele Zeitgenossen in dieser Hinsicht an keine Regeln halten.

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