Die Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft hat in der Silvesternacht wieder landesweit Straßenreinigungen organisiert. Dies ist inzwischen eine jährliche Tradition: „Wir haben ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn. Deshalb wollen wir etwas zurückgeben.“
Nach Neujahr: Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft säubern die Straßen
Für die Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft bedeutet der Neujahrstag, die Straßen zu säubern. Aufräumen nach einer Nacht voller illegal gezündeter Feuerwerkskörper, die von den Menschen auf den Straßen zurückgelassen wurden. Doch man nimmt sich auch anderem Müll an.
Dies war auch in der Brüsseler Gemeinde Ukkel der Fall, wo Imam Waqas Ehsan diese Tradition fortsetzt. Mit einer Gruppe junger Männer aus seiner Ahmadiyya Muslim Gemeinde begann der Imam am 1. Januar in aller Frühe das Gebet in der Baitul Mujeeb Moschee.
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Anschließend begab sich die Gruppe auf den Parkplatz des Bahnhofs Ukkel-Kalevoet. Dort fanden sie eine Reihe von Straßen vor, die als „getarnte“ Müllkippen genutzt worden waren. „Der Bürgermeister hatte uns mitgeteilt, wo am meisten Aufräumarbeiten nötig waren“, sagt Ehsan: „Wir fanden alles, von einem Babybecken bis zu Stühlen und Dosen, die in der Hecke versteckt waren. Parkplätze hatten sich in Müllhalden verwandelt.“
Nach eineinhalb Stunden ließ die Gruppe von Männern einen Abfallhaufen an einem mit der Gemeinde vereinbarten Ort zurück. Später kamen dann Mitarbeiter der Gemeinde, um den Müll abzuholen.
Diese Tradition besteht seit siebzehn Jahren
Seit siebzehn Jahren geht die Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft am Neujahrstag im ganzen Land auf die Straße, um aufzuräumen. Außerdem zeigt die Aktion einen wichtigen Gemeinschaftswert in der Praxis. „Sauberkeit macht die Hälfte unserer Religion aus“, sagt Imam Ehsan, der in England studiert hat, bevor er im März 2024 nach Belgien kam.
Die Ahmadiyya Muslim Gemeinschaft ist ein Zweig des Islam. Diese religiöse Organisation gibt es in Belgien seit 1982, mit 15 lokalen Zweigstellen und etwas mehr als 2.000 Mitgliedern. Im ganzen Land beteiligten sich am Neujahrstag rund 400 Mitglieder an der freiwilligen Aufräumaktion - neben Brüssel auch in Dilbeek in Flämisch-Brabant, in Hasselt und Genk in Limburg, in Antwerpen und Turnhout sowie in Lüttich und in Eupen in Ostbelgien.
