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Die Landkarte von Flandern ist durch die Gemeindefusionen neu gezeichnet

Seit dem 1. Januar stehen 13 neue Fusionsgemeinden in Flandern offiziell auf der Landkarte. Damit wird die kommunale Landkarte des belgischen Bundeslandes etwas anders aussehen. Die Landesregierung fördert Gemeindefusionen und hat daher mehrere Maßnahmen ausgearbeitet, darunter ein finanzielles Unterstützungspaket für Fusionen ab 2025. Die 13 neuen Fusionsgemeinden können dadurch von einer Schuldenübernahme durch die Regierung profitieren.

Andreas Kockartz
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Beveren, das mit Kruibeke und Zwijndrecht fusioniert, wird mit einer Fläche von 206 Quadratkilometern zur zweitgrößten flämischen Gemeinde nach Antwerpen, das durch den Zusammenschluss mit Borsbeek auch selbst etwas größer wird und einen Distrikt hinzubekommt.

Hasselt und Kortessem bilden fortan die fusionierte Gemeinde Hasselt. Zur Provinz Limburg gehören auch die Fusionsgemeinden Bilzen-Hoeselt, Tongeren-Borgloon und Tessenderlo-Ham. Die ostflämische Stadt Lokeren fusioniert mit Moerbeke, behält aber ihren Namen bei. 

Ebenfalls in der Provinz Ostflandern fusionieren De Pinte und Nazareth (Fusionsgemeinde Nazareth-De Pinte), Lochristi und Wachtebeke (Fusionsgemeinde Lochristi) sowie Melle und Merelbeke (Fusionsgemeinde Merelbeke-Melle).

In Westflandern schließen sich Ruiselede und Wingene (fusionierte Gemeinde Wingene) zusammen, ebenso wie Meulebeke und Tielt (fusionierte Gemeinde Tielt). 

In Flämisch-Brabant bilden Galmaarden, Gooik und Herne jetzt die fusionierte Gemeinde Pajottegem.

273 Millionen € Schuldenübernahme

Die flämische Regierung will Gemeindefusionen fördern. Sie hat daher mehrere Maßnahmen ausgearbeitet, darunter ein finanzielles Unterstützungspaket für Fusionen ab 2025. Die 13 Fusionsgemeinden können so von einer Schuldenübernahme durch die flämische Regierung profitieren.

„Die 13 Fusionen, die ab morgen in Kraft treten, können mit einer finanziellen Unterstützung durch die flämische Regierung rechnen“, sagte die flämische Innenministerin Hilde Crevits (CD&V) am 31. Dezember 2024: „Damit wollen wir einen finanziellen Anreiz für freiwillige Fusionen schaffen und einen finanziell gesunden Start für die neuen Gemeinden gewährleisten.“

Die Schuldenübernahme beläuft sich auf maximal 50 Millionen Euro pro Fusion und richtet sich nach der Einwohnerzahl der Fusionsgemeinden: 

  • Zwischen 20.000 und 24.999 Einwohnern: 200 € pro Einwohner.

  • Zwischen 25.000 und 29.999 Einwohnern: 300 € pro Einwohner.

  • Zwischen 30.000 und 34.999 Einwohnern: 400 € pro Einwohner.

  • Ab 35.000 Einwohnern: 500 € pro Einwohner.

Insgesamt übernimmt die flämische Regierung die Schulden der 13 Fusionsgemeinden in Höhe von 273.163.000 €. Das bedeutet, dass Flandern die Schulden der beteiligten Gemeinden an die Finanzinstitute zurückzahlen wird. 

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