50.000 Menschen haben sich in der Silvesternacht das traditionelle Feuerwerk in Brüssel angeschaut. In mehreren anderen Orten, unter anderem an der Küste, war das Feuerwerk wegen starker Windböen abgesagt worden. In Brüssel und Antwerpen mussten Polizei und Feuerwehr wegen brennender Autos und Mülltonnen ausrücken.
50.000 Menschen beim Silvesterfeuerwerk am Atomium – Rettungsdienste erleben turbulente Nacht
Für den Wechsel von 2024 nach 2025 hatten sich am Dienstagabend rund 50.000 Menschen am Fuße des Atomiums versammelt. Statt am Paleizenplein im Zentrum ließ die Stadt Brüssel es am 31. Dezember am Atomium knallen. Ein DJ-Set von Chez Ginette und eine Laser-Mapping-Show mussten die Leute in Stimmung bringen. Am Atomium gab es keine nennenswerten Zwischenfälle. Die Polizei hatte sogar mit 80.000 Schaulustigen gerechnet. Aber das Feuerwerk in der Hauptstadt brachte weniger Leute auf die Beine als erwartet.
Brüsseler Feuerwehr rückte fast 600 mal aus
„Es war eine sehr turbulente Silvesternacht“, stellt Walter Derieuw von der Brüsseler Feuerwehr im Radioprogramm der öffentlich-rechtlichen Medienanstalt am Mittwochmorgen fest.
"Jedes ausgebrannte Auto und jeder Fall von Aggression ist einer zu viel.“ Insgesamt rückten die Rettungsdienste 588 Mal aus: Die Feuerwehr musste 158 Mal eingreifen, außerdem wurde 430 Mal ein Krankenwagen gerufen.
In der gesamten Region zählte Derieuw rund 30 Einsätze wegen brennender Autos. „Das sind 60 bis 70 Autos, die ausgebrannt sind“, sagte er. Hinzu kamen etwa 60 Einsätze wegen Bränden von Stadtmobiliar, brennenden Mülltonnen, Büschen und Matratzen.
„Mehrere Feuerwehrleute wurden von Steinewerfern ins Visier genommen, auch Leute, die horizontale Feuerwerkskörper abfeuerten und Molotowcocktails warfen“, so Derieuw weiter: „Vier Mitarbeitende erlitten leichte Verletzungen."
Auch Straßenbahnen und Busse der öffentlichen Verkehrsgesellschaft STIB wurden angegriffen. Ein Fahrgast der STIB wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Außerdem wurden mehrere Polizeifahrzeuge beschädigt.
Nach Angaben der Feuerwehr wurde auch eine große Menge an Feuerwerkskörpern beschlagnahmt, unter anderem in Brüssel und Schaarbeek.
Die Brüsseler Polizei, die in der vergangenen Nacht unter einem einheitlichen Kommando arbeitete, berichtet, dass sie zwischen 6 Uhr abends und 6 Uhr morgens 159 Personen festgenommen hat.
