Der Großhandelspreis für Strom wird in der letzten Stunde dieses Jahres kurzzeitig unter die Null rutschen, unter anderem wegen des vorhergesagten starken Windes. Das ist besonders bemerkenswert, da der Strompreis im November und Dezember noch den höchsten Stand seit über einem Jahr erreicht hatte. Allerdings werden die Verbraucher davon nicht viel davon merken.
Nach hohen Strompreisen durch "Dunkelflaute": Ganz kurz kostenloser Strom zum Jahreswechsel
Dies ist eine Momentaufnahme: In den vergangenen zwei Monaten hat der Strompreis auf dem Großhandelsmarkt den höchsten Stand seit über einem Jahr erreicht. Grund dafür waren sogenannte „Dunkelflauten“, also sonnen- und windarme Perioden, die dazu führten, dass nur wenig Strom von Windrädern und Sonnenkollektoren erzeugt wurde. Doch der Jahreswechsel bringt - zumindest kurzzeitig - Besserung.
Für die Stromversorgung in Belgien werden in der Silvesternacht auf dem Großhandelsmarkt durchschnittlich 66,83 € für eine Megawattstunde gezahlt. Zwischen 23 Uhr und Mitternacht wird der Preis sogar negativ ausfallen: -1,26 € für eine Megawattstunde. Die Stromkunden werden dann für ihren Stromverbrauch bezahlt. Grund dafür ist der starke Westwind, der zwischen Silvester und Neujahr erwartet wird.
Daher werden die Windkraftanlagen in der Nordsee viel produzieren. Außerdem ist die Stromnachfrage an den Feiertagen traditionell geringer, da viele Unternehmen bzw. Fabriken z.B. nicht arbeiten. Für private Stromkunden machen solche Momentaufnahmen kaum einen Unterschied.
Nur Haushalte mit einem dynamischen Stromvertrag werden dies auf ihrer Energierechnung sehen, da für sie der Preis pro Stunde auf der Grundlage der Preise an den Strombörsen bestimmt wird. Das sind allerdings nur sehr wenige: Nur 0,2 % der flämischen Haushalte hatten in den letzten drei Monaten des Jahres einen solchen dynamischen Vertrag.
