Der Verkauf von Dienstleistungsschecks ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Viele Flamen decken sich noch schnell ein, bevor der Preis ab dem 1. Januar steigt. Seit Flanderns Regionalregierung die Preiserhöhung angekündigt hat, wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits fast 4 Millionen Dienstleistungsschecks mehr gekauft.
Dienstleistungsschecks verteuern sich ab dem 1.1.2025 - Flamen decken sich massenhaft ein
Ab dem kommenden Jahr kostet ein Dienstleistungsscheck 10 Euro statt 9 Euro. Auch der Steuervorteil in Höhe von 1,8 Euro wird wegfallen. In der Praxis kostet ein Scheck daher ab dem 1. Januar fast 3 Euro mehr, was einer Steigerung von etwa 40 Prozent entspricht.
Dienstleistungsschecks sind ein Jahr gültig. Viele Flamen kaufen nun einen großen Vorrat an Schecks zum alten Preis, um sie im nächsten Jahr zu verwenden. Seit die flämische Regierung Ende September die Preiserhöhung angekündigt hat, ist die Zahl der Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel gestiegen: 3,7 Millionen zusätzliche Dienstleistungsschecks gingen über den Tisch.
Sowohl im Oktober als auch im November wurden mehr als 9 Millionen Schecks ausgestellt. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis Dezember steigen wird, aber diese Zahlen werden erst Anfang Januar vorliegen.
In Zukunft noch teurer
Wer dennoch schnell Dienstleistungsschecks kaufen möchte, muss eine Reihe von Bedingungen berücksichtigen. Wer mehr als 400 anschafft, zahlt ab dem 401. Scheck 10 Euro statt 9 Euro. Ab dem 199. gekauften Scheck fällt auch der Steuervorteil weg.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Preise für Dienstleistungsschecks in den kommenden Jahren noch weiter steigen werden. Flanderns Regionalregierung knüpfte den Preis an die Inflation. Je teurer das Leben wird, desto teurer ist der Scheck. Der Preis steigt in Zukunft um 1 Euro, wenn der Leitindex um das 5-fache überschritten wird. Wenn die derzeitige Inflation anhält, wird es noch einige Jahre dauern, bis dies der Fall ist.
Wo landet der zusätzliche Euro?
Flanderns Arbeitsministerin Zuhal Demir (Nationaldemokraten, N-VA) versprach, dass der zusätzliche Euro, den der Nutzer zahlt, an die Haushaltshilfe selbst gehen wird. Von einem höheren Gehalt ab Januar kann für sie aber noch keine Rede sein. Für die Gehaltserhöhung ist eine soziale Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften erforderlich. Diese wurde noch nicht getroffen. Es wird nämlich darüber gestritten, über welchen Teil ihres Gehalts sie das zusätzliche Geld genau erhalten werden.
Sobald es eine Einigung gibt, bekommen die Arbeitnehmer das zusätzliche Gehalt, das sie seit dem 1. Januar verdient haben, vollständig ausgezahlt, verspricht die Regionalregierung.
