Eine Bar in der Sint-Bartholomeusstraat in Merksem (Antwerpen) muss für 2 Monate schließen, weil es ernsthafte Hinweise auf Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung gibt. Die Schließung hat der Bürgermeister von Antwerpen, Bart De Wever (N-VA), angeordnet.
Bar im Antwerpener Bezirk Merksem nach Verdacht auf Menschenhandel und Ausbeutung minderjähriger Mädchen vorübergehend geschlossen
Bei einer Kontrolle in der Kneipe fand die Antwerpener Polizei 5 spärlich bekleidete Mädchen, darunter 3 Minderjährige. Vermutlich wurden die Mädchen als 'Gesellschafterinnen' eingesetzt. Einige hatten Beutel mit Bargeld dabei. Eines der anwesenden minderjährigen Mädchen wurde in den Niederlanden als vermisst gemeldet. Sie wurde den niederländischen Behörden übergeben.
Für die Nutzung des Gebäudes als Shisha-Bar lag außerdem keine Betriebserlaubnis vor. Mehrere Kunden hielten sich illegal in unserem Land auf und es gab auch einen illegalen Türsteher. Im Keller fand die Polizei Flaschen mit Distickstoffmonoxid und Säcke mit Luftballons. Mehrere anwesenden Personen waren zudem Schwarzarbeiter. Die Besitzerin der Bar erkannte die Tatsachen nicht an und schien das alles normal zu finden, daher besteht eine Chance, dass die illegalen Praktiken fortgesetzt werden.
Bürgermeister Bart De Wever beschloss, die Bar für 2 Monate zu schließen. Die Maßnahme dient dem Schutz der minderjährigen Mädchen sowie der öffentlichen Sicherheit und Gesundheit. Das Geschäft kann nur wieder öffnen, wenn eine Reihe von Bedingungen erfüllt sind.
