Nirgendwo ist es schwieriger an Bargeld zu kommen als in Belgien. Das zeigt (erneut) eine breitgefächerte Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) in den 20 Ländern, die den Euro verwenden, also in der Eurozone. Belgien lässt die beiden anderen schlechten Schüler Niederlande und Spanien abgeschlagen hinter sich.
Cash nötig? In Belgien findet man laut EZB viel zu wenig Bargeldautomaten
23 % der Belgier finden es ziemlich bzw. sehr schwierig, einen Geldautomaten zu finden. Und mit dieser Zahl lässt unser Land 2 andere schlechte Schüler, nämlich Spanien und die Niederlande, weit hinter sich.
In den letzten Jahren sind in unserem Land Tausende von Bankfilialen verschwunden - oft zusammen mit den dazugehörigen Geldautomaten und das führt immer wieder zu Frustration.
Das Problem ist hierzulande vielleicht auch deshalb so groß, weil sich die Einführung neuer gemeinsamer Geldautomaten durch die großen Banken verzögert hat.
Dass die Belgier nach wie vor viel Bargeld brauchen, zeigt sich auch am Zahlungsverhalten.
Die hiesigen Verbraucher bezahlen in Geschäften hauptsächlich mit ihren Bankkarten, aber in 4 von 10 Fällen zücken sie immer noch Bargeld.
Die Belgier zahlen noch sehr selten mit Apps wie payconiq oder anderen Zahlungs- oder Bank-Apps - gerade einmal 3 % der Zahlungen werden in unserem Land auf diese Weise getätigt.

