In Blankenberge in Westflandern bleibt Björn Prasse vom Team Blankenberge Bürgermeister. Das wurde am Montagabend nach einer geheimen Abstimmung im Stadtrat zur Zusammenstellung des Schöffenkollegiums deutlich. Da es den beiden großen Blöcken in Blankenberge nicht gelungen ist, eine Koalition zu bilden, war aufgrund eines neuen Erlasses bzw. des neuen Gesetzes zur Kommunalwahl im belgischen Bundesland Flandern erstmals eine solche geheime Abstimmung erforderlich.
Premiere in Flandern: Bürgermeister von Blankenbege in geheimer Abstimmung gewählt
Der Gemeinderat der Küstengemeinde Blankenberge hat am Montagabend die Schöffen ernannt und danach wurde bekannt, dass Björn Prasse auch das Amt als Bürgermeister wieder antreten wird. Nach den Wahlen im Oktober war es den beiden großen Blöcken, die jeweils 12 Sitze im Rat haben, nicht gelungen, eine Koalition zu bilden: Team Blankenberge (8 Sitze) und Vooruit (4 Sitze) gegenüber N-VA (8 Sitze) und CD&V (4 Sitze). Mit Vlaams Belang (3 Sitze) wollte niemand eine Koalition eingehen.
Das neue Wahldekret in Flandern sieht vor, dass die Gemeinderatsmitglieder die Schöffen in geheimer Wahl bestimmen. Es gibt jetzt jeweils Schöffen aus jedem Block, so dass man verpflichtet ist, zusammenzuarbeiten. Und das, obwohl sich die Pateien bzw. die Blöcke in den letzten Monaten diametral gegenüberstanden. Doch ob dies zu einer stabilen Stadtregierung in Blankenberge führen wird, ist alles andere als sicher.
Damit steht Daphné Dumery von der N-VA, die ebenfalls gehofft hatte, Bürgermeisterin zu werden, ohne Ratsherrnmandat da: „Ich werde meinen Platz als Gemeinderatsmitglied einnehmen. Ich habe mich nicht für ein Schöffenamt beworben, weil ich auf keinen Fall als Stadträtin in einem Kollegium unter Bürgermeister Björn Prasse sitzen wollte.“
