Der Zugverkehr zwischen Ypern und Poperinge in Westflandern ist am späten Dienstagabend unterbrochen worden, nachdem ein Auto auf die Gleise geraten war. Das passierte nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Auto auf dem Poperingseweg in Vlamertinge. Ein Zeuge des Unfalls rief sofort den Notruf 1711, so dass ein herannahender Zug noch rechtzeitig bremsen konnte. „Ich bin sofort zur Signalisierung am Bahnübergang gelaufen“, sagte der Anrufer aus.
Dank eines aufmerksamen Zeugen kann ein Zug rechtzeitig vor einem verunglückten Auto am Bahnübergang bremsen: "Habe sofort die 1711 angerufen"
Bei einer Meldung über die Notrufnummer 1711 kann das entsprechende Stellwerk, dass Bahnverkehr überwacht und leitet, den Zugverkehr auf der betroffenen Bahnstrecke rechtzeitig stoppen. Das war hier der Fall.
„Auf der Rückseite des Schildes mit der Ampel steht die Nummer der Bahnlinie und die Nummer des Bahnübergangs“, sagte der 60-jährige Mann, der den Infrastrukturdienstleister der belgischen Bahn, Infrabel, benachrichtigen konnte: „Sonst wäre das Auto angefahren worden.“
Die Insassen des Wagens auf den Gleisen konnten das Fahrzeug rechtzeitig verlassen. Es wurde also niemand verletzt. „Wenige Minuten nach meinem Anruf sah ich einen Zug herannahen. Ich vermute, dass der Zugführer informiert war, da er langsam fuhr. Der Zug kam in sicherer Entfernung zum Stehen“, sagte der Anrufer.
Er hatte kürzlich die Nachrichten über den Zusammenstoß mit einem Bus am Bahnübergang in Veldegem verfolgt und wusste so, dass Infrabel die Notrufnummer 1711 an allen Bahnübergängen in Belgien angebracht hat.
