Die Schließung von fünf Brüsseler Verkehrstunneln bis 2030 würde Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe ermöglichen, ohne größere Auswirkungen auf den Verkehrsfluss in der belgischen Hauptstadt zu haben. Dies geht aus einer Kosten-Nutzen-Analyse hervor, die die regionale Verkehrsbehörde „Brussels Mobility“ in Zusammenarbeit mit den Studienbüros Stratec und Espaces Mobilités erstellte, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform Bruzz und die frankophone Tageszeitung Le Soir am Freitag berichten.
Sparen ohne Auswirkungen auf den Verkehr? Studie schlägt Schließung von Brüsseler Tunneln vor
Bei den Tunneln, die bis 2030 geschlossen werden sollen, handelt es sich um den Vleurgat- und den Baljauwtunnel an der Louisalaan, den Boileau- und den Georges Henri-Tunnel an der zentralen Ringstraße sowie den Woluwe-Tunnel an der Boulevard Woluwelaan.
Durch die Schließung der fünf kürzeren und seit langem verschlissenen Tunnel könnten insgesamt rund 60 Mio € eingespart werden. Allein die Schließung des Baljauwtunnels würde für bis zu 40 Mio. € Einsparung sorgen, so die Studie.
Den Forschern zufolge wären die Auswirkungen der Schließung auf den Autoverkehr gering. Und der öffentliche Raum würde profitieren.
Die Kosten-Nutzen-Analyse zeigt, dass es bei den längeren Tunneln besser wäre, diese über 2030 zu nutzen. Für andere Tunnel, wie den Madou-Tunnel, den Kunst-Wet-Tunnel, den Naamsepoort-Tunnel und den Tervuren-Tunnel wird in der Studie empfohlen, deren Schließung auch nach 2030 in Betracht zu ziehen. Dies würde ebenfalls Geld einbringen und hätte nur relativ geringe Auswirkungen auf den Autoverkehr.
