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Inland
Wirtschaft

Belgien wird bei strategischen Gütern stärker von China abhängig

Die belgische Wirtschaft ist bei der Einfuhr so genannter strategischer Güter wie Metalle, Säuren und andere chemische Produkte, bestimmte Arzneimittel oder auch Flugzeugteile nur begrenzt von den USA abhängig. Die Abhängigkeit von China hingegen hat in den letzten Jahren zugenommen. Dies geht aus einer Studie des Planungsbüros der belgischen Bundesbehörden hervor.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Laut der Studie ist Belgien bei 5 bis 6 % der mehr als 9.000 als strategisch geltenden Waren und Gütern, die importiert werden müssen, stark von Ländern außerhalb der Europäischen Union abhängig. Das entspricht 4 % des Gesamtwerts der Einfuhren. Betrachtet man jedoch nur die strategischen Güter, sind es immer noch 1 bis 2 %. In diesem Bereich ist Belgien stärker von den Vereinigten Staaten als von China abhängig, aber die Abhängigkeit von China nimmt zu, während die der USA nach und nach abnimmt.

Die Abhängigkeit von strategischen Waren und Gütern aus Nicht-EU-Ländern ist in den letzten 10 Jahren relativ stabil geblieben. Oft war die Abhängigkeit auch nur vorübergehend. „Von den rund 9.000 Waren und Gütern, die Belgien importiert, identifiziert die Studie 81 strategische Güter, bei denen die Importabhängigkeit dauerhaft ist“, so das Planungsbüro: „Dabei handelt es sich hauptsächlich um Chemikalien und Metalle.“ Bei 39 dieser Produkt sind die Vereinigten Staaten der Hauptexporteur nach Belgien und bei 11 Produkten ist dies China.

Anhaltende Exportabhängigkeit

Bei den Ausfuhren ist die Situation ähnlich. Belgien ist bei 5 bis 6 % der exportierten Waren und Güter stark auf Nicht-EU-Länder angewiesen. Bei den strategischen Gütern beträgt der Anteil 1 %. Die Vereinigten Staaten sind das wichtigste Zielland für die Ausfuhr solcher Produkte, gefolgt von China. Das Planungsbüro ermittelte 25 Produkte, bei denen die Exportabhängigkeit Belgiens „anhaltend“ ist. Wie bei den Einfuhren handelt es sich dabei hauptsächlich um Chemikalien und Metalle.

Eine vollständige Unterbrechung des Handels mit strategischen Gütern hätte nach Ansicht des Planungsbüros „relativ begrenzte Auswirkungen“ auf die belgische Wirtschaft. Die Behörde schätzt diese Auswirkungen auf 2 % der Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes im Falle einer Unterbrechung der Importe und auf 0,5 % im Falle einer Unterbrechung der Exporte. 

Belgien ist auch indirekt (über internationale Lieferketten) sowohl bei den Importen als auch bei den Exporten stark von China abhängig. Dazu gehören Sektoren wie die Produktion von IT- und Elektronikprodukten und die Herstellung von Kraftfahrzeugen, fügt das Planungsbüro hinzu.

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