Mehr als 756.000 Flamen sind Analphabeten bzw. haben eine Lese- und Schreibschwäche (18 %) und etwa 714.000 Flamen sind rechenschwach (17 %). Das bedeutet, dass sie nicht ausreichend lesen oder rechnen können, um voll und ganz an der Gesellschaft teilnehmen zu können. Dies geht aus einer neuen internationalen PIAAC-Studie über die Fähigkeiten der 16- bis 65-Jährigen hervor. Diese Problems betrifft fast jeden fünften Flamen: Damit schneidet das belgische Bundesland Flandern im Vergleich zu anderen Ländern und Regionen aber nicht wirklich schlecht ab.
Etwa jeder fünfte Einwohner Flanderns hat eine Lese-, Schreib- oder Zahlenschwäche
Fast 20 % der Flamen hat Schwierigkeiten mit Buchstaben und/oder Zahlen. Im internationalen Vergleich steht Flandern damit recht gut da und erreicht etwa die gleichen Werte wie vor 10 Jahren
Betrachtet man jedoch die entsprechenden Leistungsunterschiede zwischen einheimischen Flamen und Migranten der zweiten Generation, so ist die Kluft in unserer Region am größten. Die flämische Ministerin für Bildung und Beschäftigung, Zuhal Demir (N-VA), will dies in Angriff nehmen: „Das bedeutet, dass wir mehr niederländische Sprachenkenntnisse von den Einwanderern verlangen werden, aber auch mehr Willen, zu arbeiten. Es muss uns gelingen, sie in Arbeit zu bringen.“
Positiv ist in dieser Studie, dass es aktuell in Sachen Sprach- und Rechenfähigkeit heute mehr Top-Performer unter den Flamen gibt, als noch vor 10 Jahren und das hat auch Vorteile, nämlich dass diese Personen über eine höhere Lebenszufriedenheit und eine bessere Gesundheit verfügen.
