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Industriegipfel mit Ministerpräsident Diependaele: Arbeitgeber befürchten „schlimmste Krise in der Industrie seit 15 Jahren“

Am Freitag findet ein halbjährliches Gipfeltreffen zwischen Flanderns Ministerpräsident Matthias Diependaele (Nationaldemokraten, N-VA) und Vertretern der Industrie statt. Der Arbeitgeberverband Voka warnte am Donnerstag davor, dass Flandern auf die „schlimmste Krise in der Industrie seit 15 Jahren“ zusteuere. Diependaele gerät aber nicht in Panik: „Ich werde mich nicht dem Defätismus hingeben“. 

Jens Van Reet
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Der flämische Ministerpräsident Matthias Diependaele trifft sich am Freitag mit den wichtigsten Industrieverbänden unseres Landes: den Dachverbänden der Technologie-, Chemie-, Holz-, Textil- und Lebensmittelindustrie. So ein flämischer Industriegipfel findet sowieso 2 Mal im Jahr statt, aber die Stimmung ist jetzt weniger gut als sonst.

Der Arbeitgeberverband Voka warnte am Donnerstag, dass sich die Branche in einer schweren Krise befinde. Eine Befragung von 700 Unternehmen ergab, dass mehr als 6 von 10 Unternehmen die wirtschaftliche Lage eingetrübt einschätzen, allen voran die energieintensive Industrie.

Diependaele sagt in De Morgen auf VRT Radio 1, er wolle sich „nicht mit der Negativität abfinden“. „Der Mensch leidet am meisten wegen des Leidens, das er fürchtet. Das Einzige, was wir im Moment tun können, ist, dafür zu sorgen, dass es nicht zu Leid kommt."

„Defätismus“, sagt er, ist nichts für ihn. „Ich sehe die Herausforderungen deutlich, aber wir werden sie annehmen und versuchen, daraus Chancen zu machen.“

„Öffentliches Interesse“

Wie will er das machen? Er verweist unter anderem auf einen besseren "Rahmen", in dem Unternehmer Geschäfte machen können. Dazu gehört eine bessere Energie- und Genehmigungspolitik in Flandern.

„Was brauchen wir in Flandern? Wohnungsbau, Landwirtschaft, KMU und Industrie: All das belastet die Umwelt, aber wir brauchen sie auch, um unseren Wohlstand aufrecht zu erhalten“, erklärt er. Deshalb will er klare Linien darüber, was in Flandern „von allgemeinem Interesse“ ist: Die flämische Verwaltung dürfe dazu keine widersprüchlichen Ratschläge mehr abgeben. „Was hat bei welchem Projekt Vorrang? Manche Projekte sind sehr wichtig für die Landwirtschaft, andere für die Umwelt. Die Behörde, die die Genehmigung erteilen muss, kann dann das öffentliche Interesse besser einschätzen."

Darüber hinaus möchte Diependaele der Stimme Flanderns in Europa und anderen Regionen mehr Gehör verschaffen. „Ich kann nur hoffen, und es gibt bereits erste Signale, dass auch die Europäische Kommission die Dringlichkeit erkennt, sich mit unserer Wohlfahrtspolitik auseinanderzusetzen und sie mit anderen europäischen Zielen in Einklang zu bringen."

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