Die Mitarbeiter der flämischen und Brüsseler Gefängnissen haben am Donnerstagabend um 22 Uhr für 24 Stunden die Arbeit niedergelegt. Grund dafür sind unter anderem der anhaltende Personalmangel, die Überbelegung und Aggressionen gegen das Personal.
Die Aktion ist eine Initiative der gemeinsamen Gewerkschaftsfront. Laut Robby De Kaey von der sozialistischen Gewerkschaft ACOD ist die Streikbereitschaft hoch.
Die Wärter fordern von der Regierung Maßnahmen gegen die zunehmenden Aggressionen und die Überbelegung in den Gefängnissen. Letzten Monat erhielt ein Gefängniswärter aus dem Gefängnis Leuven-Centraal einen Drohbrief, woraufhin sein Auto zu Hause in Brand gesetzt wurde. Die Mitarbeiter fühlten sich nicht mehr sicher und hätten keine andere Wahl als zu streiken, so die Gewerkschaften.
Bis Freitagabend 22 Uhr wird in allen Haftanstalten in Flandern und auch in den Brüsseler Gefängnissen Haren und Sint-Gillis gestreikt. Falls nötig, werde Verstärkung von der Polizei angefordert, sagt das Gefängniswesen.
