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Rund 2.500 Demonstranten in Brüssel prangerten Gewalt gegen Frauen an

Etwa 2.500 Menschen trafen sich am Sonntag am Brüsseler Poelaert-Platz, um eine Kundgebung gegen Gewalt gegen Frauen abzuhalten. Anlass war der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen, der an diesem Montag, den 25. November, begangen wird. Die Organisatoren legten einen besonderen Schwerpunkt auf die Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt im Kontext bewaffneter Konflikte.

Andreas Kockartz
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In den Ansprachen im Rahmen dieser Veranstaltung wurde ein Waffenstillstand im Gazastreifen gefordert. Doch es wurde auch geschlechterspezifische Gewalt in Gesundheitsberufen, z. B. gegen Krankenschwestern, thematisiert. Frauen und geschlechtsspezifische Minderheiten, die unter mehreren Formen der Unterdrückung leiden (Flüchtlinge, Angehörige einer unterdrückten ethnischen Gruppe...), seien mit „multipler Gewalt“ konfrontiert, sagte Aline Dirkx von der „Plateforme Féministe contre les Violences Faites aux Femmes“.

Sie forderte eine bereichsübergreifende Politik gegen geschlechtsspezifische Gewalt, die alle Regierungsebenen einbezieht. Eine weitere Forderung betraf die Bekämpfung von Inzest. Die Aktionsgruppe Mirabal fordert die Politiker auf, einen nationalen Aktionsplan zu diesem Thema auszuarbeiten.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Belgien

Alleine in Belgien werden jeden Monat durchschnittlich zwei Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. In diesem Jahr wurden bereits 20 solcher Femizide registriert, wie VRT NWS auf Basis von Polizei und Staatsanwaltschaften meldet. Eine Sprecherin des Instituts für die Gleichstellung von Männern und Frauen sagte dazu gegenüber unserer Redaktion, dass diese 20 Todesopfer nur die Spitze des Eisbergs seien. Im vergangenen Jahr habe man 260 Fälle von potentiell tödlicher Partnergewalt registriert. 10 % davon hatten einen tödlichen Ausgang.

Das Brüsseler Kollektiv „Front FéministeS“ wies in diesem Zusammenhang verwies auf eine Studie von Amnesty International hin, nach der in Belgien 53 % aller Anzeigen wegen Vergewaltigung eingestellt werden. Zudem würden lediglich 4 % der Opfer von Vergewaltigungen Anzeige bei der Polizei erstatten. Das Kollektiv rief die Politik dazu auf, in dieser Frage juristisch und auf sozialer Ebene die Gesetzgebung zu reformieren.

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