Belgiens scheidende Umweltministerin Zakia Khattabi von den frankophonen Grünen Ecolo zieht nach der Klimakonferenz in Baku ein eher gemischtes Fazit. Allerdings unterstrich sie die Tatsache, dass man sich aufgrund der geopolitisch angespannten Lage auf der Welt habe einigen müssen.
COP29: Belgiens Umweltministerin verteidigt das Abkommen der Klimakonferenz
Die Gespräche und Verhandlungen seien besonders zäh gewesen, doch die Europäische Union habe dafür sorgen können, in Baku das Abkommen, dass im vergangenen Jahr in Dubai geschlossene Abkommen zu verankern.
Dabei ging es darum, sich global von fossilen Energiequellen nach und nach zu verabschieden. Zudem wurde seinerzeit beschlossen, einen sogenannten „Loss-and-Damage“-Fonds einzurichten, mit dem finanzschwache Länder in der Drittel Welt dabei unterstützt werden, sich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen bzw. sich vor diesen zu wappnen.
Diese Unterstützung ist aufgestockt worden auf 1,3 Billionen Dollar. Davon sollen die Industrienationen 300 Milliarden Euro stellen, wie das Abkommen von Baku festschreibt. Dies alles reicht den meisten Klimaschutz-Vereinigungen und betroffenen Ländern nicht und diese kritisieren das Abkommen von Baku denn auch scharf.
Khattabi bedauerte allerdings, dass in Baku ein weiteres Jahr verloren worden sei und dass vor der kommenden Klimakonferenz COP30 in Brasilien nichts Konkretes mehr in Sachen Klimaschutz passieren werde.
Auch der niederländische EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra verteidigt das Abkommen von Baku. Er sprach von „eine neuen Ära“ in Sachen Klimaschutz und der Finanzierung davon und gab zu verstehen, dass die Europäische Union hier weiter eine Vorreiterrolle einnehmen wolle.
