Zum Hauptinhalt springen
Umwelt & Klima
Energie

Studie: Flandern hat Potenzial für mehr als 1.000 "intelligente Ladestationen" bis 2030

Flandern hat das Potenzial, bis 2030 1.096 „Smart Charging Hubs“ oder „Charging Plazas“ zu realisieren, also zentrale Standorte, an denen mehrere Ladestationen für elektrische Autos über einen einzigen Netzanschluss angeboten werden. Insgesamt handelt es sich um etwa 6.600 Ladepunkte. Dies geht aus einer Studie hervor, die der belgische Stromnetzbetreiber Fluvius und der flämische Umweltverband Bond Beter Leefmilieu (BBL) in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen The New Drive durchgeführt haben.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Fluvius und BBL weisen darauf hin, dass intelligente Ladestationen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Elektromobilität spielen können, insbesondere in städtischen und vorstädtischen Gebieten. Dort ist oft keinen Platz für eine private Ladestation. Die Initiatoren der Studie betonen die sozialen Vorteile solcher Ladestationen, wie z. B. eine effizientere räumliche Verteilung und eine höhere Ladesicherheit. Außerdem können dort auch gemeinsam genutzte Autos Platz finden (auch in Flandern setzen die Carsharing-Anbieter vermehrt auf E-Autos).

Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass Ladestationen eine mögliche Lösung zur Entlastung des Stromnetzes darstellen können. So kann der Netzanschluss von Ladestationen niedriger dimensioniert werden als die Summe der Anschlüsse der einzelnen Ladestationen. Dies sollte dann aber mit intelligentem Laden kombiniert werden, um beispielsweise abendliche Lastspitzen zu reduzieren. 

Das hilft, das Wachstum von Elektroautos zu bewältigen, und gibt Kommunen und Netzbetreibern die Möglichkeit, ihre Infrastruktur an die richtige Netzkapazität anzupassen und so gezielt in die Netze von morgen zu investieren“

Guy Cosyns, Fluvius

„Durch intelligente Ladestationen können wir öffentliche Ladestationen effektiver ausbauen, insbesondere in städtischen und vorstädtischen Gebieten. Das hilft, das Wachstum von Elektroautos zu bewältigen, und gibt Kommunen und Netzbetreibern die Möglichkeit, ihre Infrastruktur an die richtige Netzkapazität anzupassen und so gezielt in die Netze von morgen zu investieren“, sagt Guy Cosyns, Direktor für Kundenservice und Datenmanagement bei Fluvius, dazu.

BBL wiederum bezeichnet es als „positiv“, dass sich die Koalitionsvereinbarung der neuen flämischen Landesregierung für strategisch platzierte intelligente Ladesäulen einsetzt. „Die neue Konzession für öffentliche Ladestationen, die bis zum Frühjahr 2025 in Kraft treten soll, bietet eine hervorragende Gelegenheit, mit der konkreten Arbeit zu beginnen“, sagt Naomi Cambien, Referentin für Mobilität beim „Bund für eine bessere Umwelt“.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5