Wieder eine Explosion in einem Haus, wieder in der Provinz Antwerpen. Diesmal warfen Unbekannte Sprengsätze bzw. Feuerwerkskörper in ein Haus in Deurne. Es brach ein heftiges Feuer aus und die anvisierte Wohnung wurde zerstört. Glücklicherweise blieben die fünf Bewohner unverletzt. Einer von ihnen wurde jedoch von der Polizei festgenommen, weil er noch eine Haftstrafe wegen Drogenhandels zu verbüßen hat. In diesem Jahr wurden in der Provinz Antwerpen bereits 91 Gewalttaten im Zusammenhang mit Drogen registriert.
Brand nach einem Anschlag auf ein Wohnhaus in Deurne - Schon 91 Vorfälle dieser Art in Antwerpen in diesem Jahr
Die Schäden an dem Haus in Deurne sind sehr umfangreich. Die Fenster wurden aus der Fassade gesprengt, die Eingangstür ist zerstört, die Wucht der Explosion gestern Abend muss enorm gewesen sein. Eine Wohnung wurde weitgehend zerstört.
Vermutlich wurde zuerst ein Sprengsatz gegen die Eingangstür und danach ein weiterer ins Innere des Hauses geworfen. Nachdem das Feuer gelöscht war, rückten die Rettungskräfte an und die Ermittlungen nach den Tätern wurden aufgenommen (Video unten). Womöglich liegt hier einmal mehr ein Zusammenhang mit der Drogenkriminalität in und um Antwerpen herum vor.
Einem gegenüber wohnenden Nachbarn zufolge ist dies übrigens nicht der erste Vorfall hier: „Das Gleiche ist letztes Jahr passiert. Damals haben Leute geklopft, aber wir wissen nicht, wer. Es scheint also dasselbe zu sein.“ Einer der Bewohner des betroffenen Hauses wurde im Juni wegen Drogenhandels verurteilt. Er wurde zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt, die er noch nicht verbüßt hat. Er wurde verhaftet.
(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)
Starker Anstieg der Drogengewalt in Antwerpen: Schon 91 Vorfälle in der Provinz in diesem Jahr
In diesem Jahr wurden in der Provinz Antwerpen bereits 91 Gewalttaten im Zusammenhang mit Drogen registriert. Das ist ein Anstieg um fast 30 % im Vergleich zum gesamten Jahr 2023. Das geht aus neuen Zahlen der belgischen Bundespolizei hervor, die VRT NWS angefordert hat.
Die neuen Zahlen der Polizei bestätigen, dass die Zahl der Drogendelikte in der Provinz Antwerpen noch nie so hoch war. Der leichte Rückgang der Straftaten im Vergleich zu 2022 setzt sich also nicht fort.
Die Zahlen beziehen sich auf sichtbare und auf unsichtbare Gewalt. Neben Anschlägen durch Explosionen und Schießereien zählt die Polizei auch Entführungen, Folterungen und Bedrohungen im Drogenmilieu auf. Bereits im vergangenen Jahr hat die Polizei in ihrem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass die unsichtbare Gewalt zwischen den Drogenbanden untereinander stark zunimmt.

