Die Königliche Kommission für Denkmäler und Landschaften, die Empfehlungen zum Denkmalwert von Projekten abgibt, hat eine positive Stellungnahme zur Einstufung des „Wiels-Sumpfs“ in Brüssel abgegeben. Die Bürgerplattform „Marais Wiels“ spricht von einem „wichtigen Schritt“ im Prozess zum Schutz dieses Feuchtgebiets an der Senne in der Brüsseler Gemeinde Vorst, wie die Nachrichtenplattform BRUZZ meldet.
Die Kommission für Denkmäler und Landschaften plädiert für den Schutz des "Wiels-Sumpfs" in Brüssel
Die Kommission entschied, dass das Feuchtgebiet „ein Gebiet von großem wissenschaftlichem und ökologischem Interesse ist, das den Schutz voll und ganz rechtfertigt“. Dabei hat die Kommission jedoch den ursprünglich beantragten Umfang der Unterschutzstellung verringert.
So wurden der hintere Teil des Gebiets und der Fußweg, der entlang des Geländes und der Bahnlinie verläuft - das Gelände befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Brüssel Süd/Midi, nicht in die Stellungnahme aufgenommen. Nach Ansicht der Bürgerplattform „Marais Wiels“ bleibt damit noch Raum für Arbeiten auf dem Gelände.
Die Stellungnahme der Königlichen Kommission für Denkmäler und Landschaften ist nicht bindend. Die endgültige Entscheidung trifft die Brüsseler Regional-Regierung.
Grundwasser
Vor mehr als einem Jahrzehnt wurde das „Marais Wiels“ auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Wielemans-Ceuppens (heute ein Kulturzentrum) in der Brüsseler Gemeinde Vorst angelegt. Eigentlich sollte dort ein Gebäude entstehen, aber das Bauunternehmen CIT Blaton durchstieß zu Beginn der Arbeiten den Grundwasserspiegel. Die Baustelle blieb brach liegen, so dass sich ein Teich mit eigener Fauna und einem eigenen Ökosystem entwickelte. Das Gelände wurde später „Wiels Sumpf“ genannt (in Niederländisch „Moeras van Wiels“, in Französisch „Marais Wiels“).
