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Belgischer Einzelhandelsverband schlägt Alarm: "Unlauterer Wettbewerb durch chinesische Webshops"

Der „unfaire Wettbewerb“ mit chinesischen Webshops richtet im belgischen Handel großen Schaden an. Das schreibt der Handelsverband Comeos in einem offenen Brief an das belgische Bundesparlament. Gemeinsam mit 70 Handelsunternehmen will Comeos deutlich machen, dass Webshops wie Temu und Shein nicht mit den europäischen Gesetzen übereinstimmen und manchmal sogar von Einfuhrzöllen befreit sind. „Wir wollen gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Händler am belgischen Markt“, so Comeos.

Andreas Kockartz
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Nach Angaben des Zolls werden täglich 2,5 Millionen Pakete von außerhalb Europas in Belgien eingeführt. Bis zum Jahresende werden es insgesamt 1 Milliarde Pakete sein, doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Ein Großteil dieser Lieferungen kommt aus China.

Der Handelsverband Comeos weist darauf hin, dass bestimmte chinesische Online-Plattformen wie Temu und Shein u.a. die europäischen Produktnormen sowie Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften nicht einhalten. Außerdem sind chinesische Pakete manchmal von den Einfuhrzöllen befreit, was zu vereinfachten Zollkontrollen führt“, so Comeos.

Nach Angaben des Einzelhandelsverbands werden 0,005 Prozent dieser 1 Milliarde Pakete im Jahr kontrolliert, „während andere Einzelhändler wöchentlich bis täglich kontrolliert werden müssen.“

Belgien ist nach den Niederlanden das zweitgrößte europäische Importland für E-Commerce-Pakete. 20 % aller online bestellten Kleidungsstücke kommen z.B. aus China, während nur 11 % von belgischen Händlern stammen.

Aufruf an die föderalen Verhandlungsführer

Comeos und 70 physische und Online-Unternehmen, wie Amazon, Bol und Mediamarkt, die am Markt in Belgien aktiv sind, schlagen daher in einem offenen Brief an das Bundesparlament und an die Parteien, die derzeit versuchen, eine neue Regierung zu bilden, Alarm: „Wir brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Händler am belgischen Markt.“

Sie fordern, dass die neue Bundesregierung dieses Problem zu einer Priorität auf föderaler und europäischer Ebene macht: „Verbesserung und Vereinfachung der Zollkontrollen. Es ist entscheidend, die Schlagkraft des Zolls zu stärken.“

Comeos fordert außerdem, dass sowohl physische als auch digitale Händler kontrolliert werden, „um weiterhin einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.“ In dem offenen Brief fordern die Händler auch eine Anpassung der Einfuhrzölle für Pakete unter 150 €. Lieferungen in diesem Wert sind derzeit von Einfuhrabgaben befreit. Außerdem fordern die Unterzeichner des offenen Briefes in dieser Hinsicht eine bessere Zusammenarbeit und einen besseren Datenaustausch zwischen den Mitgliedsstaaten.

Wenn sich nichts ändert und die neue Bundesregierung nicht für gleiche Wettbewerbsbedingungen im Handel sorgt, befürchtet der Einzelhandel in Belgien das Schlimmste. „Dann werden weiterhin Arbeitsplätze aufgrund von unfairem Wettbewerb verschwinden, was unserem Handel schweren Schaden zufügt“, so Comeos.

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