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3 Kandidaten: Adiyia, Dhondt und Groothedde
Inland
Politik

Drei Kandidaten für den Vorsitz der flämischen Grünen: Wer wird die Parteiführung übernehmen?

In einem Monat wählen die Mitglieder der flämischen Grünen (Groen) eine neue Parteiführung. Nach den schlechten Wahlergebnissen im Juni und Oktober hatten die heutigen Vorsitzenden Nadia Naji und Jeremie Vaneeckhout angekündigt, nicht mehr kandidieren zu wollen. Mit Bright Adiyia, Bart Dhondt und Celia Groothedde werden sich drei relativ unbekannte Politiker um den Vorsitz bewerben. Wer sind die Kandidaten und was sind ihre Ziele?

Cisse Michiels Jens Van Reet
Veröffentlicht:

Letzte Woche kam die unerwartete Meldung, dass Petra De Sutter sich nicht zur Wahl stellen wird. Die scheidende föderale Vizepremierministerin und Ministerin für den öffentlichen Dienst galt für viele Parteimitglieder als die ideale Persönlichkeit, um die Partei nach zwei Wahlniederlagen wieder auf Kurs zu bringen.

De Sutter, die bereits bei der letzten Kampagne das Gesicht von Groen war, erklärte jedoch, dass sie sich selbst nicht als geeignetes Profil für den Vorsitz sieht. Auch andere prominente Parteimitglieder wie der Genter Stadtrat Filip Watteeuw, der zunächst zögerte, wollten letztendlich nicht kandidieren.

Das Ergebnis: Groen wird einen neuen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende aus den Reihen der weniger bekannten und unerfahreneren Politiker erhalten.

Kandidatin 1: Celia Groothedde

Die 47-jährige Brüsselerin ist die bekannteste der drei Bewerber. Celia Groothedde war Abgeordnete im flämischen Parlament und fiel dort mit scharfen Stellungnahmen zur Krise in der Kinderbetreuung auf. Seit Juni sitzt sie im Brüsseler Regionalparlament.

Groothedde kritisierte nach den Juni-Wahlen öffentlich das scheidende Vorsitzduo Nadia Naji und Jeremie Vaneeckhout. Sie bemängelte, dass zu wenig Raum für interne Kritik gelassen worden sei, und hielt die Kampagne der Partei für schwach und inhaltsleer.

Mit ihrer Kandidatur wolle sie den Fokus wieder auf Inhalte legen. „Wir müssen von den Themen ausgehen und durch Dialog fundierte Lösungen entwickeln“, sagte sie bei ihrer Vorstellung. Ihre Schwerpunkte lägen auf einer „gerechten Klimatransformation“ und dem Schutz sozialer Errungenschaften.

Ihr Running Mate ist Steve Van Hessche, der Kabinettschef der Genter Stadträtin Hafsa El-Bazioui. Im Falle eines Wahlsiegs würde er Vizevorsitzender.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter.)

Celia Groothedde

Kandidat 2: Bart Dhondt

Bart Dhondt (40) ist derzeit noch Stadtrat für Mobilität und öffentliche Arbeiten in Brüssel. Er erhielt bei den letzten Kommunalwahlen über 2.300 Vorzugsstimmen und ist nun als Oppositionsmitglied im Gemeinderat. Ursprünglich aus Ostende stammend, lebt er seit Jahren in der Hauptstadt und arbeitet hinter den Kulissen als Berater bei Groen. Von 2010 bis 2012 war er Vorsitzender der Jugendorganisation Jong Groen.

„Wir müssen weniger diskutieren und mehr zuhören“, erklärte Dhondt bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur. Mit seiner Running Mate Natacha Waldmann, die im Erfolgsfall Vizevorsitzende würde, wolle er die Partei näher an Bürgerinitiativen und die Zivilgesellschaft heranführen.

Dhondt betont die Dringlichkeit, die „Klima-Müdigkeit“ der Menschen zu überwinden. „Groen muss die logische Wahl für die Wähler und ein logischer Partner für andere Parteien werden“, so Dhondt.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter.)

Bart Dhondt

Kandidat 3: Bright Adiyia

Der 35-jährige Bright Adiyia ist der jüngste Bewerber. Der Geografie-Doktorand aus Hasselt arbeitete als Berater im Kabinett von Petra De Sutter und war bei den Wahlen im Juni Spitzenkandidat für das flämische Parlament in Limburg, verfehlte jedoch den Einzug, da die Partei die Wahlhürde in der Provinz nicht schaffte. Adiyia wird ab Ende 2024 im Stadtrat von Hasselt sitzen.

„Es war keine schwierige Entscheidung, zu kandidieren“, sagte er. Zunächst habe er als Vizevorsitzender unter Petra De Sutter antreten wollen, habe sich nach deren Verzicht jedoch selbst für die Hauptkandidatur entschieden.

Sein Fokus liege auf klarer Kommunikation und einer besseren Vermittlung grüner Politik. „Die Klimakrise wächst, aber wir schaffen es nicht, das in Wahlerfolg umzusetzen. Ein Vorsitzender sollte deutlich kommunizieren, aber ich denke, dass Flandern keinen weiteren Polterer braucht“, sagte Adiyia. Tina Schuermans, seine Running Mate, würde im Erfolgsfall Vizevorsitzende.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter.)

Bright Adiyia (links)

Die Mitglieder von Groen können am Wochenende des 14. Dezember online abstimmen. Ob eine zweite Runde erforderlich ist, wird am 16. oder spätestens am 19. Dezember bekannt sein.

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