Flanderns neue Klimaministerin Melissa Depraetere (Vooruit, Sozialisten) hat erklärt, dass Flandern in der Klimapolitik ehrgeiziger werden muss. Das hat Depraetere auf dem Klimagipfel COP29 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku gesagt. Es ist das erste Mal seit 2019, dass Flandern wieder eine Ministerin zu einer COP-Konferenz entsendet.
COP29: Flanderns Klimaministerin Depraetere fordert mehr Ehrgeiz in der Klimapolitik
Gegenüber Journalisten sagte Melissa Depraetere: „Was die Klimafinanzierung betrifft, hat Flandern seinen Beitrag geleistet, aber bei den Zielen brauchen wir mehr Ehrgeiz.“ Eine Erhöhung des Ziels zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen von -40 % auf -47 % bis 2030 würde den Ehrgeiz unterstreichen, so Depraetere.
Die Wallonie strebt bereits eine Reduzierung um 47 % bis 2030 an. Laut Depraetere seien die seit dem Amtsantritt der neuen flämischen Regionalregierung ergriffenen Maßnahmen mehr als bloße Anpassungen. Es handele sich um „bezahlbare Maßnahmen, die alle mitnehmen“, um Emissionen zu reduzieren. Sie wies auch darauf hin, dass ein Versäumnis bei der Erreichung der Klimaziele finanzielle Sanktionen durch die Europäische Union nach sich ziehen könne.
Im Gegensatz zu ihrer nationaldemokratischen Vorgängerin Zuhal Demir (N-VA), die aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in den Gastgeberländern Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht an den letzten beiden UN-Klimagipfeln teilgenommen hatte, reiste Melissa Depraetere entschlossen zur COP29 nach Baku. „Unabhängig davon, ob man hier anwesend ist oder nicht, werden Entscheidungen getroffen und Verhandlungen geführt“, sagte sie.
Die scheidende föderale Energieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) nimmt ebenfalls an der UN-Klimakonferenz teil.
