Das flämische Nahverkehrsunternehmen De Lijn wird ab dem 6. Januar 2025 sein Angebot in nahezu allen Regionen Flanderns anpassen. Laut De Lijn ist dies notwendig, „um die Zuverlässigkeit der Dienste zu gewährleisten“. Diese Zuverlässigkeit sei derzeit aufgrund von Personalmangel und einem veralteten Fuhrpark nicht immer gegeben. Gleichzeitig tritt Anfang des kommenden Jahres die letzte offizielle Phase des „Basis-Erreichbarkeit“-Plans der flämischen Regionalregierung in Kraft.
Flämisches Nahverkehrsunternehmen De Lijn reduziert Angebot ab dem 6. Januar wegen Personal- und Busmangel
De Lijn spürt bereits seit Längerem die Folgen des angespannten Arbeitsmarktes. Im September fehlten dem Nahverkehrsunternehmen 2,4 Prozent der erforderlichen Fahrer. Für den kommenden Januar rechnet De Lijn mit etwa 150 fehlenden Fahrern, um den Fahrplan wie geplant bedienen zu können. Hinzu kommt, dass das Durchschnittsalter der Busse auf über 10 Jahre angestiegen ist und die Lieferung neuer Fahrzeuge sich teils um bis zu zwei Jahre verzögert. Jeder dritte Bus ist bereits 15 Jahre oder älter, was zu häufigeren und komplexeren Defekten führt.
„Das alles bedeutet, dass wir manchmal Fahrten streichen müssen, weil entweder ein Fahrer oder ein einsatzbereiter Bus fehlt“, erklärte Geschäftsführerin Ann Schoubs. Daher sei eine Angebotsreduktion von 2,5 Prozent notwendig. In nahezu allen Regionen werden Anpassungen vorgenommen.
De Lijn betont, dass die Änderungen dort erfolgen, „wo die Fahrgäste am wenigsten betroffen sind“, beispielsweise bei Wochenend- und Spätverbindungen, bei Fahrten mit Alternativen, auf stark frequentierten Linien und bei wenig genutzten Verbindungen. Die Anpassungen sollen regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden.
„De Lijn wird weiterhin in die Personalrekrutierung und die Erhöhung der Zahl einsatzbereiter Fahrzeuge investieren“, so das Unternehmen. Im Jahr 2025 sollen etwa 200 neue Elektrobusse ausgeliefert werden. Dank einer zusätzlichen Investition von 400 Millionen Euro können zudem im kommenden Jahr weitere Busse bestellt werden. Allerdings würden diese Maßnahmen Zeit benötigen und erst in den kommenden Jahren Wirkung zeigen.
Letzte Phase des „Basis-Erreichbarkeit“-Plans
Zusätzlich zu den genannten Änderungen tritt am 6. Januar 2025 die letzte Phase des Mobilitätsplans „Basisbereikbaarheid“ (‚Basis-Erreichbarkeit‘) in Kraft. Diese Phase betrifft die Regionen Löwen, Mechelen, Vlaamse Rand, Kempen und Antwerpen.
Etwa 10 Prozent des Streckennetzes werden überarbeitet. Die Änderungen umfassen unter anderem neue Linien, angepasste Routen bestehender Verbindungen, erhöhte Fahrtfrequenzen und neue Liniennummern.
Alle Änderungen finden Sie ab sofort auf der Website und in der App von De Lijn.
