Zahlreiche Brüsseler Taxifahrer blockierten am Donnerstag mit einer mobilen Protestaktion Teile des Stadtzentrums in der belgischen Hauptstadt. Sie fürchten um ihre Existenz, fordern bessere Tarife und Maßnahmen gegen unlautere Konkurrenz. Nicht zuletzt halten es viele von ihnen für unrealisierbar, dass ab dem kommenden Jahr alle Taxen in Brüssel elektrisch sein müssen.
Unzufriedene Brüsseler Taxifahrer blockierten die Innenstadt mit zahlreichen Fahrzeugen
Rund 200 Taxis blockierten zuerst Teile der Brüsseler Gemeinde Etterbeek und danach die Kreuzungen rund um den Jubelpark. Danach zogen sie zum Poelaertplein am Justizpalast. Im Laufe des Tages trafen sie mit den Gewerkschaften zusammen und mit Abgeordneten im Brüsseler Regionalparlament. Dabei wurden gleich mehrere existentielle Probleme, mit denen die klassischen Taxifahrer in der belgischen Hauptstadt zu kämpfen haben, deutlich.
Ein großes Problem für sie sind Taxis, die mit festen Standplätzen arbeiten, z.B. an den Bahnhöfen. Dies empfinden sie ebenso als unehrliche Konkurrenz, wie auch die App-Fahrdienste, wie etwa Uber. Zudem arbeiten manche Taxiunternehmen mit höheren Tarifen, als die selbständigen Fahrer. Sie haben also gleich zwei Vorteile: Feste Standplätze und höhere Tarife.
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Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass die Brüsseler Hauptstadt-Region ab dem kommenden Jahr fordern, dass die hier zugelassenen Taxen elektrische Fahrzeuge werden. Dies ist für viele der traditionellen selbständigen Taxifahrer nicht so schnell umzusetzen. Und, Brüssel hat zu wenig Ladestationen für elektrische Taxen.
Die selbständigen Taxifahrer investieren nach eigenen Angaben viel in ihre Fahrzeuge und nicht wenige von ihnen stehen schon jetzt vor der Pleite.

