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Die Sfinx bewacht das Schloss von Heers in Limburg. Sie braucht allerdings eine Frischzellenkur

Ein "Andachtskästchen" in Antwerpen oder die Sphinxen von Schloss Heers: Stimmen Sie für die Kulturerbe-Challenge ab

Bei der 4. Ausgabe der Kulturerbe-Challenge sind 7 historische Schätze im Rennen. Es handelt sich um historische Objekte oder Stätten in Belgien, die restaurierungsbedürftig sind. Zum Beispiel ein „Andachtskästchen“ im Museum für Schöne Künste in Antwerpen, die Sphinxen im Schloss Heers oder die Inneneinrichtung des Van Buuren-Museum & Gartens in Ukkel in Brüssel. Sie können mitentscheiden, welches Projekt Priorität erhält.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Kulturerbe-Challenge, eine Initiative des Königlichen Instituts für Kunstpatrimonium (KIK/IRPA) und der Nationallotterie, vergibt jedes Jahr einen Zuschuss für ein Restaurierungsprojekt. Jedes Mal geht es um ein Objekt, das dringend renovierungsbedürftig ist. Aus allen Vorschlägen werden sieben Kandidaten ausgewählt, über die die Öffentlichkeit mitentscheidet.

Dies sind die 7 Kandidaten für die diesjährige Kulturerbe-Challenge: Kulturschätze aus Flandern, Brüssel und Wallonien. Unsere Fotos zeigen, wie dringend die Restaurierung manchmal ist.

Das „besloten hofje“ aus dem KMSKA (Königliches Museum für Schöne Künste) in Antwerpen: eine faszinierende Miniaturwelt aus dem 16. Jahrhundert in einem Eichenschrank, auch als „Andachtskästchen“ bekannt bzw. als kleine Form eines Retabels. Foto: Sanne De Block
Die Sphinxen von Schloss Heers in Limburg: Zwei Terrakottastatuen, von denen eine leider schon verloren gegangen ist, am Eingang zum Schlossgelände. Foto: Tijs Posen
Das Innere des Van Buuren Museum & Gartens in der Brüsseler Gemeinde Ukkel: Art-Deco-Möbel, die das Haus seit 100 Jahren zieren. Foto: Museum Van Buuren
Die Kunstwerke in der Schlosskapelle von Enghien (Hennegau): Ein wertvolles Interieur aus dem 19. Jahrhundert mit mittelalterlichen Fragmenten: Dringend restaurierungsbedürftig.
Der Lettner Karls V. in der Basilika von Walcourt (Provinz Namur): ein spätgotisches Meisterwerk aus Stein.
Farbenfrohe Kachelszenen - Die Fliesentableaus des Hauses der Picardie in Mouscron (Hennegau): 100 Quadratmeter Abbildungen aus Keramikfliesen an den Wänden des Ballsaals.
Der Kalvarienberg der Martinskirche in Aat (Hennegau): ein Ensemble von Holzschnitzereien aus dem 16. Jahrhundert, die den Kreuzweg darstellen. Foto: J. Flammand

Es ist bereits die 4. Ausgabe des Kulturerbe-Wettbewerbs. Der erste Gewinner im Jahr 2021 war das Innere der Rubenskapelle in der St. Jakobskirche in Antwerpen. Diese Restaurierung ist derzeit in vollem Gange. Im Jahr 2022 gewann eine stark ramponierte Statue der Muttergottes der Kranken in Tournai (Hennegau), für die bereits viele Mittel gesammelt wurden.

Im vergangenen Jahr gewann ein Gemälde mit der Darstellung der Predigt Johannes des Täufers aus der Herz-Jesu-Kirche in Aalst (Ostflandern).

Der Gewinner des Kulturerbe-Wettbewerbs wird von einem Expertenkomitee bestimmt, das die Anzahl der abgegebenen Stimmen berücksichtigt. Das Siegerprojekt kann beim Königlichen Institut für das Kulturerbe (KIK) einen Antrag auf Studien, Konservierung und/oder Restaurierung stellen.

Diese Hilfe entspricht einem Startbetrag von 25 000 €. Die Kosten für eine solche Restaurierung sind wesentlich höher. Auch um weitere Mittel aufzubringen, erhält der Gewinner Unterstützung vom KIK. 

Praktische Informationen: Mehr Hintergrundinformationen zu den 7 Teilnehmern der belgischen Heritage-Challenge finden Sie hier. Und Sie können hier bis zum 16. Februar 2025 abstimmen.

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