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Kontrolle von LKW-Fahreren in Zeebrügge am vergangenen Wochenende
Inland
Wirtschaft

Viele Verstöße: Die Polizei kontrollierte die Lenk- und Ruhezeiten von LKW-Fahrern im Hafen von Zeebrügge

Eine groß angelegte Polizeikontrolle im Hafen von Zeebrügge hat ergeben, dass mehr als die Hälfte der LKW-Fahrer nicht genügend Ruhezeiten einlegen. Die Polizei kontrollierte am Montag 168 Fahrer auf 2 Parkplätzen in der Umgebung des Hafens. 86 von ihnen waren mit ihren Lenk- und Ruhezeiten nicht in Ordnung. 

Andreas Kockartz
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Das Gesetz schreibt vor, dass sich die LKW-Fahrer jede Woche mindestens 45 Stunden am Stück ausruhen können müssen. Sie dürfen dann nicht in ihren Lastwagen bleiben, sondern müssen sich in ein Gebäude oder in Hotel begeben, um sich dort zu waschen und sich zu pflegen. Aktuell aber übernachten viele Trucker oft unter widrigen Bedingungen auf LKW-Parkplätzen.

„Wir sehen viele ausländische Transportunternehmen, die oft mit Fahrern aus Osteuropa arbeiten. Diese Leute führen Transporte vom Hafen von Zeebrügge aus durch. Während sie auf einen neuen Auftrag warten, verbringen sie ihre Ruhezeit auf einem Parkplatz in der Nähe des Hafens“, sagt An Berger von der belgischen Bundespolizei dazu gegenüber VRT NWS: „Wir haben gezielt nach Ruhezeiten kontrolliert, weil wir wissen, dass es viele Verstöße gegen diese Sozialvorschriften gibt. Das gilt auch für ausländische Fahrer.“

Knapp 192.500 € an Bußgeldern eingenommen

„Mit dieser Aktion wollen wir den Transportunternehmen signalisieren, dass sie sich an die Vorschriften halten müssen und ihren Fahrern einen angemessenen Rastplatz zur Verfügung stellen sollen. Nicht die Fahrer, sondern die Transportunternehmen müssen die Bußgelder bezahlen“, so Berger weiter.

Die Polizei überprüfte auch andere Dinge, wie die Laderäume der LKW, die Fahrzeugpapiere  oder Bescheinigungen zur Ladung: „Insgesamt wurden 192.467 € an Bußgeldern eingenommen. Das ist eine Menge Geld. Aber wir machen die Aktionen vor allem, um den Leuten klar zu machen, dass wir kontrollieren, um sicherzustellen, dass solche Verstöße in Zukunft nicht mehr vorkommen“, so Berger abschließend.

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