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Inland
Wirtschaft

Bauerndemo gegen Mercosur im Brüsseler Europa-Viertel

Im EU-Viertel in der belgischen und europäischen Hauptstadt Brüssel demonstrierten am Mittwoch vor allem Landwirte aus der Wallonie aber auch aus anderen EU-Ländern und -Regionen gegen die Einrichtung von Mercosur, einer Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und einigen lateinamerikanischen Staaten. 

Andreas Kockartz
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Dadurch sollen Agrarprodukte z.B. aus Brasilien oder Argentinien leichter am Markt in Europa angeboten werden können. Die vor allem kleinen und mittelgroßen landwirtschaftlichen Unternehmen in der EU bezeichnen dies als unlauteren Wettbewerb zu ihrem Ungunsten.  

Bauernbund protestiert

Auch der Bauernverband „Boerenbond“ („Bauernbund“) hat sich gegen das von der EU vorgeschlagene Handelsabkommen mit Mercosur ausgesprochen. Der Interessenverband, der die Landwirte Flanderns und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens vertritt, warnte, dass das Abkommen eine Bedrohung für die europäische Landwirtschaft darstelle.

Der „Boerenbond“ hält den aktuellen Entwurf des Abkommens für inakzeptabel, da die landwirtschaftlichen Praktiken in den Mercosur-Ländern - Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay - nicht mit den europäischen Standards übereinstimmen würden.

Dem Verband zufolge werden kritische Bereiche wie Rückverfolgbarkeit, Lebensmittelsicherheit, biologische Vielfalt, Tierschutz und Pflanzenschutz in den Mercosur-Ländern auf unterschiedlichen Ebenen und mit unzureichenden Kontrollen und Garantien betrieben. Das Abkommen könnte beim G20-Gipfel in Brasilien am 18. und 19. November abgeschlossen werden.

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