In der Universitätsstadt Löwen in Flämisch-Brabant haben die Friedensbewegung und die Stadt am 11. November, dem Waffenstillstandstag nach dem Ersten Weltkrieg die „Unbekannte Kriegsfrau“ gewürdigt. Dieser Tag des Waffenstillstands war auch der Tag des Feminismus, der frühere nationale Frauentag. „Wir wollen die Frauen ehren, die im Krieg zurückgelassen wurden, die gekämpft und verzichtet haben“, so die Veranstalter.
Am Waffenstillstandstag: Hommage an die "Unbekannte Kriegsfrau" in Löwen: "Frieden braucht Frauen"
Die Statue der „Unbekannten Kriegsfrau“steht auf dem Benedenplein in Kessel-Lo bei in der Nähe des Bahnhofs von Löwen. Jedes Jahr am 11. November will die hiesige Friedensbewegung auch diese Statue ins Rampenlicht stellen. In heiterer Weise wird ihr Tribut gezollt und gesungen. „Frauen ertragen Krieg und Konflikte auf eine ganz besondere Art und Weise, anders als Männer“, sagte Rosemie Verschaeve von der Löwener Friedensbewegung.
„Der ‚Unbekannte Soldat‘ wird im öffentlichen Raum geehrt. Was Frauen in Zeiten von Krieg und Konflikten erleben, findet viel weniger Beachtung. Wenn der Sohn oder der Ehemann einer Frau in den Krieg zieht, weiß sie nicht, ob er zurückkehren wird. Diese Frauen trauern und unterstützen sich auch gegenseitig. Wir wollen die Frau ehren, die zurückbleibt, die kämpft und verzichtet und Gerechtigkeit einfordern“.
Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte von Löwen, Denise Vandevoort, war ebenfalls bei der Ehrung anwesend: „Frauen sind weltweit nicht nur Opfer von Gewalt, Kriegsgewalt oder innerfamiliärer Gewalt, sondern sie haben auch die Kraft, sich zu wehren und andere Frauen und Männer in Kriegsgebieten zu unterstützen. Wir haben auch festgestellt, dass die Chancen auf einen langfristigen Frieden größer sind, wenn Frauen in Friedensverhandlungen einbezogen werden.“
