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Hotel in Bad Wildungen bei Kassel, wo belgische Militärs wieder für einen Zwischenfall sorgten.

Entlastungsphase für belgische Soldaten in deutschem Hotel läuft aus dem Ruder: Alkohol, Schlägerei und 1 Leichtverletzter

Der allererste dreitägige Entlastungsaufenthalt belgischer Soldaten in einem deutschen Hotel ist aus dem Ruder gelaufen. Einige der beteiligten Soldaten gerieten nach übermäßigem Alkoholkonsum in eine Schlägerei. Dabei wurde einer von ihnen leicht verletzt.

Belga Martina Luxen
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Ende Oktober wurde bekannt, dass das Verteidigungsministerium künftig für alle Militärangehörigen, die von einem Auslandseinsatz zurückkehren, einen obligatorischen Entlastungsaufenthalt in einem Hotel einführen wird.

Den Anfang machte eine Gruppe von 96 Soldaten, die in den vergangenen sechs Monaten im Auftrag der NATO in Rumänien im Einsatz gewesen waren. Sie sollten die letzten Tage ihres Einsatzes in einem Hotel in der deutschen Kurstadt Bad Wildungen, unweit von Kassel, verbringen.

Doch dieser erste sogenannte “Entlastungsaufenthalt" geriet außer Kontrolle, bestätigte die Verteidigung gegenüber VRT NWS. Eine Gruppe von Soldaten ließ sich dort Alkohol liefern, woraufhin die Stimmung kippte und es zu Handgreiflichkeiten kam. Einer von ihnen soll gegen einen Spiegel gestoßen sein und sich an der Hand verletzt haben.

Welche Sanktionen den beteiligten Militärs für ihr Fehlverhalten drohen, ist noch nicht klar. Sicher ist, dass das Verteidigungsministerium mit einer saftigen Rechnung des Hotels für die Reinigung und Reparatur des Zimmers rechnen kann.

Pyschosoziale Unterstützung

Die Idee einer Entlastungsphase nach Militäreinsätzen gibt es schon seit etwa 15 Jahren. 2010 und 2011 wurden ähnliche Vorschläge vom damaligen Verteidigungsminister Pieter De Crem (flämische Christdemokraten, CD&V) abgelehnt. Dieser sah den Nutzen eines solchen Programms nicht ein und stellte den gewählten Standort, ein Luxushotel auf Zypern, in Frage.

Der derzeitige Armeechef hat grünes Licht für die Idee bekommen. „Es geht vor allem um Stress- und Burnout-Prävention“, erklärte General Régis Bornain vor zwei Wochen im Nachrichtenpodcast Het Kwartier. „Das ist in der Gesellschaft zunehmend präsent und auch für die Armee wichtig. Die Bedeutung der psychosozialen Unterstützung nimmt immer mehr zu. Das ist die Botschaft, die ich vermitteln möchte: Die Verteidigung wird sich weiterhin um ihr Personal kümmern, auch auf psychosozialer Ebene.“

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