Nach neuen Drohungen gegen das jüdische Viertel in Antwerpen hat Bürgermeister Bart De Wever (N-VA), gegenüber VRT NWS gesagt, dass er wieder für die Entsendung von Soldaten in das jüdische Viertel seiner Stadt plädiere. Die Soldaten sollen dort patrouillieren und für mehr Sicherheit sorgen.
Drohungen gegen das Judenviertel in Antwerpen: Bürgermeister De Wever will wieder patrouillierende Soldaten
„Ich war immer gegen die einseitige Entscheidung der belgischen Regierung, den Einsatz von Militärs zu stoppen, ohne dass sich an der erhöhten Bedrohungslage für die jüdische Gemeinde etwas geändert hätte“, sagte De Wever. Der Bürgermeister fordert die Entsendung von lokalen und föderalen Polizeikräften, um dem Gefühl der Unsicherheit infolge des Gaza-Konflikts zu begegnen.
Nach den Verhaftungen von Sonntagabend herrscht in der jüdischen Gemeinde erneut ein starkes Gefühl der Verunsicherung, wie der N-VA-Gemeinderat und Abgeordnete Michaël Freilich verlauten ließ.
Ich habe volles Verständnis für die Klagen der jüdischen Gemeinschaft, für die die einseitige Abschaffung der patrouillierenden Soldaten zweifellos ein Schlag ins Gesicht war“, schließt sich De Wever seinem Parteikollegen an: „Wir müssen die Situation daher genau beobachten. Ich würde auch die Rückkehr der Verteidigung sehr begrüßen, wenn sie für die Sicherheit und das Wohlergehen der jüdischen Gemeinde von Antwerpen nützlich und notwendig ist.“
Abschließend betonte De Wever, dass die Stadtverwaltung von Antwerpen dafür sorgen wird, dass keine ausländischen Konflikte in die Stadt importiert werden oder zu Gewalt führen.
