Die neue flämische Regionalregierung hat sich darauf geeinigt, über einen Zeitraum von 30 Jahren jährlich 6 Millionen Euro für den Bau und Betrieb neuer öffentlicher Schwimmbäder bereitzustellen. Im Koalitionsvertrag ist zu lesen, dass „in relativ kurzer Zeit“ mindestens 40 neue Schwimmbäder entstehen sollen.
Flämische Regierung stellt jährlich 6 Millionen Euro für 40 neue öffentliche Schwimmbäder bereit
„Es ist mein Ziel, mit den verfügbaren Mitteln – 6 Millionen Euro pro Jahr – 40 Schwimmbadprojekte zu unterstützen und das verfügbare Angebot in relativ kurzer Zeit erheblich zu steigern,“ erklärte Flanderns Sportministerin Annick De Ridder (N-VA, Nationaldemokraten). Sie setzt damit die Pläne ihres Vorgängers Ben Weyts fort, der bereits gegen den Rückgang der Zahl öffentlicher Schwimmbäder in Flandern vorgehen wollte. Laut Zahlen von Sport Vlaanderen gab es 2004 noch 378 öffentliche Schwimmbäder; bis 2022 war diese Zahl auf 292 zurückgegangen – ein Rückgang um fast ein Viertel.
Mit den jährlichen Subventionen für neue Schwimmbadprojekte hofft De Ridder, diesen Trend umzukehren. „So machen wir die Finanzierung öffentlicher Schwimmbäder für mehr potenzielle Betreiber machbar und unterstützen deren nachhaltigen Betrieb. Hier liegt für viele lokale Behörden die eigentliche Herausforderung,“ so De Ridder weiter.
Die Förderung zielt auf Schwimmbäder mit sportlicher Funktion, die eine Mindestgröße von 25 x 10 Metern haben. Geförderte Projekte müssen jährlich nachweisen, dass das Schwimmbad einem breiten Publikum zur Verfügung steht: nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für Sportvereine und Schulen. Zudem gelten Mindestöffnungszeiten und festgelegte Höchstpreise.
