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Inland
Politik

Pflegebereich: Tausende Beschäftigte aus dem Non-Profit-Sektor protestierten in Brüssel

Die Gewerkschaften aus dem Pflegesektor demonstrierten an diesem Donnerstag im Zentrum von Brüssel, um vor einem Pflegenotstand zu warnen. Sie fordern die verschiedenen politischen Ebenen in Belgien dazu auf, mehr Investitionen in das Gesundheitswesen fließen zu lassen, um den Arbeitsdruck und den Personalmangel in diesem Sektor zu bekämpfen. Rund 25.000 Menschen nahmen an der Demonstration teil. 

Andreas Kockartz
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Die Demonstration startete kurz vor 11 Uhr an der Albert II.-Laan in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs. Von dort aus zogen die Teilnehmer durch die Brüsseler Innenstadt bis zum Poelaertplein. Mit ihrer Demonstration wollen die Gewerkschaften dem Pflege-, Gesundheits- und Sozialwesen einen höheren Stellenwert auf der politischen Tagesordnung verschaffen.

Personalmangel und ein daraus resultierender hoher Arbeitsdruck sind ihnen ein besonderer Dorn im Auge. Die Gewerkschaften wollen, dass diese Probleme unter anderem durch bessere Arbeitsbedingungen mit einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, mehr Ausbildung und mehr „Hände am Bett“ gelöst werden.

Außerdem haben die Gewerkschaften den Eindruck, dass ihrem Sektor in den Verhandlungen zur Bildung einer neuen belgischen Regierung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Flandern

Die Gewerkschaften erkennen zwar an, dass auf flämischer Ebene Investitionen getätigt werden, argumentieren aber, dass die grundlegenden Bedürfnisse des Pflegepersonals noch nicht berücksichtigt worden sind.

Die flämische Ministerin für Wohlfahrt und Soziales, Caroline Gennez von den flämischen Sozialisten Vooruit, versteht die Sorgen der Demonstranten und gibt an, sie wolle sich für eine bessere Bezahlung und für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen.

Die flämische Landesregierung plant, in den kommenden Jahren 1 Mia. €  zusätzlich zu in diesen Sektor investieren. Entsprechende Gespräche zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern haben bereits begonnen, so Gennez. 

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"Wir haben zu wenig Hände"
Der Non-Profit-Sektor in Belgien fühlt sich "gerupft"

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