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SNOP liefert(e) Karosseriebauteile für Audi
Inland
Wirtschaft

Audi Brussels schließt: 150 Arbeitsplätze beim Autoteilezulieferer SNOP Automotive Gent gefährdet

Rund 150 Mitarbeiter könnten ihren Arbeitsplatz bei dem Autoteilezulieferer SNOP Automotive verlieren, denn dort wurde letzte Woche im Rahmen einer Betriebsratssitzung die mögliche Schließung des Unternehmens angekündigt. SNOP Automotive Gent, früher TOWER automotive, wurde 2002 in Gent gegründet. Das Unternehmen arbeitete unter anderem für Volvo Cars und lieferte bis jetzt Karosserieteile an das Audi-Werk in Brüssel-Vorst.

Andreas Kockartz Belga
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Nach der angekündigten Schließung von Audi in Brüssel für Ende Februar 2025 hat sich die Zukunft für die Zulieferer schlagartig verdunkelt. Anfang letzter Woche wurde bekannt, dass bei Imperial Logistics in Brüssel fast 300 Arbeitsplätze gefährdet sind. Auch bei Rhenus Automotive wurde letzte Woche das sogenannte „Renault-Verfahren“ für kollektive Entlassungen eingeleitet, von dem 128 Arbeitnehmer betroffen sein dürften. Schätzungen zufolge sind über 1.000 Personen bei Zulieferern tätig, die fast ausschließlich für Audi Brussels arbeiten.

Die Gewerkschaften betonten, dass die finanziellen Ergebnisse von SNOP Automotive Gent gut seien, ebenso wie das soziale Klima innerhalb des Unternehmens. Man hofft hier auf einen guten Sozialplan für die gesamte Belegschaft. „Dieses Unternehmen versteht den sozialen Dialog gut. Aber was wird jetzt bei Audi passieren? Das kann niemand vorhersagen“, kommentierte Marc Staelens von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV die Situation. Während der Konsultationsphase werden die Gewerkschaften der Geschäftsleitung von SNOP die Frage stellen, ob sie noch auf Arbeit hoffen können: „Aber wir wissen aus Erfahrung, dass es kompliziert ist. Die Automobilbranche steht weltweit unter Druck“.

Die kollektive Entlassung scheint laut Staelens kaum vermeidbar zu sein. Die Gewerkschaften würden gegebenenfalls Abfindungszahlungen und eine Begleitung zu einer anderen Arbeit aushandeln. Aber auch in diesem Punkt ist nichts sicher, da SNOP darauf achtet, am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen einzustellen. Es ist nicht sicher, ob ein anderer Arbeitgeber diesen Kollegen eine ähnliche Unterstützung bieten kann: „Es sind Menschen in prekären Lebenssituationen. SNOP hat immer auf Vielfalt und auf Einwanderer gesetzt. Viele stammen aus Afrika und viele von ihnen können nicht einmal Niederländisch sprechen.“

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