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Allerheiligen: Viele Menschen gedenken der Verstorbenen - Weniger traditionelle Bestattungen in Flandern

An Allerheiligen herrscht auch auf den Friedhöfen und in den Gärtnereien Flanderns reges Treiben. Viele Menschen legen traditionell Blumen an die Gräber von verstorbenen Verwandten und Freunden. Doch heutzutage verändert sich auch hierzulande die Tradition der Beerdigungen. Im vergangenen Jahr wurden im belgischen Bundesland Flandern 78 % der Verstorbenen eingeäschert. 

Andreas Kockartz
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Im Jahr 2023 wurden 78 % der verstorbenen Flamen eingeäschert. Die anderen Verstorbenen wurden in Särgen auf den Friedhöfen beerdigt. Bemerkenswert ist, dass dies in Brüssel und in der Wallonie völlig anders ist. Dort sind nur etwas mehr als die Hälfte der Beerdigungen Feuerbestattungen.

In Flandern entscheidet man sich bei Beerdigungen immer häufiger für die Feuerbestattung und immer weniger für die Erdbestattung. Dies geht aus den Zahlen des Vereinigten Netzes der Öffentlichen Krematorien (VNOC) hervor.

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Feuerbestattungen werden in Flandern zum Standard

„Die Feuerbestattung bietet mehr Möglichkeiten“, sagt Thomas Heiremans, vom Bestattungsunternehmen Sereni in Antwerpen: „Bei einer Beerdigung ist die letzte Ruhestätte des Verstorbenen per Definition ein Friedhof. Bei einer Einäscherung kann man die Asche in ein Kolumbarium bringen, sie aber auch zu Hause aufbewahren. Sogar die Verstreuung im Meer ist eine Option.“

Die Kosten sind keineswegs eine Erklärung für die hohe Zahl der Einäscherungen. „Eine Feuerbestattung ist nicht unbedingt billiger als eine Erdbestattung. Man muss auch die Kosten für die Einäscherung einkalkulieren. Bei einer Beerdigung kommen dann noch die Kosten für einen Grabstein hinzu. Aber die gibt es in allen Preisklassen.“

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Wallonie und Brüssel

In Wallonien sind Beerdigungen eher weit verbreitet. Das Gleiche gilt für Brüssel. Dort ging der Anteil der Einäscherungen lange Zeit sogar zurück. Die unterschiedliche Situation in Brüssel hat zwei Ursachen.

Tom Wustenberghs, Vorsitzender des VNOC und Direktor des Krematoriums Pontes ebenfalls aus Antwerpen erklärt das wie folgt: „Einerseits sind in den letzten Jahren einige Krematorien in der Umgebung von Brüssel hinzugekommen. Brüsseler, die sich für ein Krematorium außerhalb ihrer Region entscheiden, landen so in den Statistiken in Flandern oder in der Wallonie. Eine weitere wichtige Erklärung ist die große muslimische Gemeinde in Brüssel. Nach den religiösen Regeln des Islam ist es nicht erlaubt, Verstorbene einzuäschern.“

In Wallonien sieht Wustenberghs einen Unterschied zwischen städtischen und ländlichen Gebieten: „In dicht besiedelten Gebieten ist der Anteil der Feuerbestattungen höher. In ländlichen Gebieten denken die Menschen eher traditionell über Beerdigungen nach. Folglich ist die Entwicklung dort nicht so deutlich wie in Flandern“. Zudem gibt es in Wallonien weniger Krematorien als in Flandern.

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