Die Polizeizone Brüssel-Süd erhält Verstärkung von der Föderalen Reserve. Dies schreibt die flämische Tageszeitung Het Nieuwsblad am Donnerstag. Einige Gemeinden rund um den Bahnhof Süd/Midi werden seit geraumer Zeit von Schießereien, Gewalt im Zusammenhang mit Drogenhandel und Belästigungen geplagt. Durch den Einsatz von Bundespolizisten soll die Arbeitsbelastung der lokalen Polizei in den betroffenen Vierteln verringert werden, wie Jurgen De Landsheer, Korpschef der Polizeizone Brüssel-Süd. Unser Video unten zeigt Bilder von einem Einsatz mit Hilfe von Bundespolizisten am Bahnhof Brüssel Süd/Midi vor einigen Monaten.
"Problemviertel": Brüssels lokale Polizeizone Süd bekommt Verstärkung von der Bundespolizei
Die Föderale Einsatzreserve (Feres) besteht aus speziell geschultem und ausgebildetem Personal und wird normalerweise nur bei nationalen Katastrophen oder in extremen Notsituationen eingesetzt. Doch ab sofort werden Beamten aus dieser Einheit auch in den Straßen der Brüsseler Gemeinden Anderlecht, Sint-Gillis und Vorst patrouillieren.
„Das ist recht ungewöhnlich, aber die Situation ist im Moment sehr ernst“, erklärt der Korpschef der Polizeizone Brüssel-Süd, Jurgen De Landsheer, gegenüber VRT NWS. Er verweist dabei auf die sich häufenden Schießereien, die zunehmende Gewalt und die steigende Drogenproblematik in der Hauptstadt.
10 bis 15 Feres-Beamten pro Tag
Konkret wird die Polizeizone Brüssel-Süd von 10 bis 15 zusätzlichen Beamten der Föderalen Interventionsreserve unterstützt, so der Korpschef: „Sie werden ein zusätzliches Bindeglied zu den Zeitpunkten sein, in denen wir auf sie zurückgreifen können. Denn wenn andere dringende Vorfälle vorliegen, werden sie dort eingesetzt. Es gibt also keine 100-%ige Sicherheit dafür, dass sie immer da sein werden.“
Wenn die zusätzlichen Beamten zur Verfügung stehen, werden sie in den größten „Problemvierteln“ von Anderlecht, Sint-Gillis und Vorst, sowie rund um den Bahnhof Süd/Midi eingesetzt, an den die hier genannten Gemeinden grenzen: „Wir stellen fest, dass die Menschen in bestimmten Stadtvierteln wirklich mit ihrem Latein am Ende sind. Sie haben die Nase voll von der Belästigung durch den Drogenhandel“.
Großer strategischer Plan
Die zusätzlichen Beamten sind Teil eines „großen strategischen Plans“ zur Erhöhung der Sicherheit in der Hauptstadt, so der Polizeichef der Polizeizone Brüssel-Süd. Gemeinsam mit den Brüsseler Beamten der lokalen Zonen sollen die föderalen Kollegen das Sicherheitsgefühl in der Hauptstadt erhöhen. Die Verstärkung soll mindestens bis Ende November andauern.

