Asylanträge, die nach dem neuen sogenannten „Fast-Track“-Verfahren bearbeitet werden, haben nur geringe Aussichten auf Erfolg. Die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd meldet, dass Anträge in neun von zehn Fällen, die nach diesem „Schnellverfahren“ bearbeitet werden, abgelehnt werden.
Beschleunigte Verfahren: Mit "Fast Track" abgewickelte Asylanträge praktisch chancenlos
Belgiens scheidende Staatssekretärin für Asyl und Einwanderung, die flämische Christdemokraton Nicole de Moor (CD&V), hatte dieses Verfahren erst im Februar eingeführt. Damit sollen die beteiligten Behörden, das Ausländeramt und die Asylbehörde Fedasil entlastet werden.
Seitdem können Asylanträge, die nur geringe Chancen auf Anerkennung haben, schneller abgewickelt werden. Das ist u.a. der Fall, wenn der jeweilige Antragsteller aus einem als sicher eingestuften Herkunftsland kommt oder wenn er über ein anderes EU-Land in Europa eingereist ist.
Dann muss dem betroffenen Asylbewerber innerhalb von zwölf Wochen mitgeteilt werden, ob er eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommt oder ob er die behördliche Anordnung bekommt, belgisches Grundgebiet zu verlassen. Asyl-Staatssekretärin De Moor hofft, dass dies in Kürze schon innerhalb einer Frist von nur 50 Arbeitstagen möglich wird.
