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Schriftsteller Brusselmans
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Nach kontroverser Kolumne zum Gaza-Konflikt: Schriftsteller Herman Brusselmans erscheint nächste Woche vor Gericht

Der Schriftsteller Herman Brusselmans muss sich am 5. November vor dem Strafgericht in Gent wegen seiner umstrittenen Kolumne im Wochenblatt Humo verantworten. Darin schrieb er im vergangenen Sommer unter anderem, er wolle „jedem Juden, dem ich begegne, ein spitzes Messer in den Hals rammen.“ Die zentralen Anklagepunkte seien seinem Anwalt zufolge Rassismus und Antisemitismus. 

Jens Van Reet
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Die Kolumne, die Brusselmans am 6. August dieses Jahres verfasste, sorgte für großen Aufruhr. Unter anderem reichten das Zentrum für gleiche Chancen UNIA und die European Jewish Association (EJA) Beschwerden ein. Die Ratskammer entschied am 18. Oktober, dass die Klage der EJA unzulässig sei, doch diese legte Berufung ein.

Das jüdische Informations- und Dokumentationszentrum (JID) reichte unabhängig von der laufenden strafrechtlichen Untersuchung des Staatsanwalts eine direkte Anklage gegen Brusselmans beim Strafgericht ein, vor dem er nächste Woche erscheinen muss. Diese Anklage ist somit unabhängig von den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und von der Beschwerde der anderen jüdischen Organisationen.

Zum Inhalt der Anklageschrift wollte der Anwalt von Brusselmans, Omar Souidi, keine weiteren Angaben machen, doch es wird erwartet, dass die wichtigsten Anklagepunkte Rassismus und Antisemitismus sein werden.

Humo-Kolumne

In der bewussten Kolumne, die im Sommer für Empörung sorgte, ging Brusselmans auf den den Konflikt im Gazastreifen ein. Vor allem die folgende Passage stieß auf scharfe Kritik:

„Ich sehe ein Bild eines weinenden und schreienden palästinensischen Jungen, der außer sich nach seiner unter den Trümmern liegenden Mutter ruft, und ich stelle mir vor, dass dieser Junge mein eigener Sohn Roman ist und die Mutter meine Freundin Lena, und ich werde so wütend, dass ich jedem Juden, dem ich begegne, ein spitzes Messer in den Hals rammen möchte.“ (Quelle: Humo)

Brusselmans erklärte später gegenüber VRT NWS, dass er „absolut kein Rassist“ sei. Die Vorwürfe der EJA wegen Aufrufes zur Gewalt bezeichnete er damals als „völlig absurd.“

Der Schriftsteller Arnon Grunberg, der 25 Jahre lang Kolumnist bei Humo war, kündigte an, künftig nicht mehr für das Wochenblatt zu arbeiten. „Ich kann nicht für eine Zeitschrift schreiben, vor deren Chefredaktion ich keinerlei Respekt mehr habe,“ sagte er damals.

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