Zum Hauptinhalt springen

Fast jeder fünfte Arbeitgeber im Pflegebereich setzt Flexi-Jobber ein

17 Prozent der Pflegeeinrichtungen in Flandern setzen Flexi-Jobber ein, so eine Analyse des Personaldienstleisters Acerta Consult. Diese Aushilfskräfte unterstützen den Pflegesektor, dürfen jedoch keine direkten Pflegeaufgaben übernehmen. Auffällig: 80 Prozent der Flexi-Jobber sind Frauen, 30 Prozent Rentner.

Jens Van Reet
Veröffentlicht:

Seit dem 1. Januar 2023 kann der Pflegesektor auf Flexi-Jobber zurückgreifen, die in Teilzeit arbeiten und dabei keine pflegerischen Aufgaben übernehmen dürfen, wie etwa die medizinische Versorgung von Patienten. Sie sind zum Beispiel im Empfangsbereich oder in der Buchhaltung tätig. Seit dem 1. April 2024 dürfen auch die flämischen Kindergärten Flexi-Jobber beschäftigen.

Inzwischen setzen 17 Prozent der Arbeitgeber im Pflegesektor auf Flexi-Jobs, und in diesen Einrichtungen machen sie fast vier Prozent der Gesamtbeschäftigten aus.

„Ein Flexi-Job ist nur für diejenigen möglich, die bereits mindestens vier Tage pro Woche einen festen Job haben oder im Ruhestand sind. Der Flexi-Job kommt also zusätzlich zur Haupttätigkeit oder zur Rente“, erläutert Ellen Van Grunderbeek, Rechtsexpertin bei Acerta.

Die Nutzung von Flexi-Jobs im Pflegesektor sieht Van Grunderbeek als Vorteil für alle Beteiligten: „Pflegekräfte und Kinderbetreuer können sich so ganz auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Und diejenigen, die sich für eine zusätzliche Beschäftigung entscheiden, tun dies oft, weil es sowohl finanziell als auch inhaltlich bereichernd ist.“

30 Prozent sind Rentner

Die Mehrheit der Flexi-Jobber im Pflegesektor hat eine Hauptbeschäftigung im Angestelltenbereich, wobei Frauen mit 80,7 Prozent überwiegen. Nahezu ein Viertel der Flexi-Jobber sind zwischen 26 und 35 Jahre alt. Besonders bemerkenswert ist, dass 30 Prozent der Flexi-Jobber im Pflegesektor Rentner sind. „Sie bilden die größte Gruppe und suchen nach einer sinnvollen Beschäftigung im Ruhestand, die sie in einem gesellschaftlich wertvollen Bereich wie der Pflege finden“, erklärt Van Grunderbeek.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5