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Inland
Wirtschaft

Einrichtungskette Casa beantragt gerichtliche Reorganisation

Die Einrichtungskette Casa hat einen Antrag auf gerichtliche Reorganisation gestellt. Dies gab die internationale Gruppe mit Hauptsitz in Olen (Provinz Antwerpen) bekannt. Das Verfahren soll dem Unternehmen, das nach einer turbulenten Phase nicht mehr über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, "den notwendigen Spielraum verschaffen, um die Kontinuität seiner Aktivitäten wieder zu sichern", so das Unternehmen.

Jens Van Reet Belga
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Im Jahr 2023 beschäftigte Casa International über 2.500 Mitarbeiter in rund 400 Filialen in acht Ländern (Belgien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Italien, Spanien und Portugal). Im Rahmen eines Sanierungsplans, um bis 2026 wieder profitabel zu werden, schloss oder verkaufte die Gruppe in diesem Jahr bereits 46 Geschäfte in verschiedenen Ländern und reduzierte auch ihre Belegschaft. Zu Beginn des Sommers organisierte Casa zudem einen großen Ausverkauf.

Weitere Details zu den Schließungen und dem Stellenabbau möchte eine Sprecherin von Casa derzeit nicht mitteilen. Casa gab lediglich an, dass sowohl in der Zentrale als auch in anderen Bereichen des Unternehmens Arbeitsplätze abgebaut wurden. In Belgien betreibt Casa derzeit noch 64 Filialen mit 415 Mitarbeitern, von denen 310 in den Filialen tätig sind.

Akutes Liquiditätsproblem

"Trotz der Fortschritte, die wir erzielt haben, und aufgrund der ungünstigen Entwicklungen im Einzelhandel bleibt die Lage von Casa International angespannt", ließ das Unternehmen am Mittwoch wissen. "Dies hat ein akutes Liquiditätsproblem zur Folge, das die Kontinuität des Unternehmens gefährdet und dringend angegangen werden muss."

Deshalb hat Casa nun bei der Turnhouter Abteilung des Unternehmensgerichts in Antwerpen ein Verfahren zur gerichtlichen Reorganisation beantragt. Diese Maßnahme soll der Gruppe mehr Spielraum geben, während sie versucht, ihre Schulden neu zu strukturieren. Im Rahmen dieses Verfahrens werden laut der Sprecherin keine weiteren Schließungen und Entlassungen erwartet. CEO Vincent Nolf zeigt sich zuversichtlich, die finanzielle Lage während des traditionell starken Weihnachtsgeschäfts "deutlich verbessern" zu können.

Johan Van Loon, Gewerkschaftssekretär bei ACV Puls, erklärt, dass die Situation für die Casa-Belegschaft "ziemlich vertraut" wirke, da die Kette bereits vor einigen Jahren Gläubigerschutz beantragt hatte. Er bestätigt, dass das neue Verfahren voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Mitarbeiter und Filialen haben wird. "Damals hat es geklappt, und das macht Mut für die jetzige Situation. Die Mitarbeiter wissen auch, dass Veränderung notwendig ist. Stillstand ist keine Option", so Van Loon. "Wir fordern nur, dass die Geschäftsführung transparent kommuniziert."

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