Die Fluggesellschaft Brussels Airlines hat im Zeitraum von Juli bis September 2024 einen Betriebsgewinn von 78 Mio. € erzielt - 8,3 % mehr als im Vorjahr und ein neuer Rekord. Dies teilte die belgische Tochtergesellschaft der deutschen Lufthansa mit. Das Ergebnis sei auf eine bessere Leistung auf dem Langstreckennetz und auf eine verbesserte Pünktlichkeit zurückzuführen, hieß es dazu von Seiten der Fluggesellschaft. Im Sommer 2025 will Brussels Airlines übrigens Studierenden Ferienjobs auf den Flügen anbieten.
Lufthansa-Tochter Brussels Airlines meldet einen Rekordsommer
Im Sommerquartal beförderte Brussels Airlines 2,5 Millionen Passagiere - 1,3 % mehr als im dritten Quartal des vergangenen Jahres. Die Zahl der Flüge ging dabei aber um 2,5 % zurück. Mit Kenias Hauptstadt Nairobi bot Brussels Airlines auch ein neues Flugziel an. Diese Bestimmung erreichte auf Anhieb die höchste Auslastung des gesamten Langstreckennetzes, so die Lufthansa-Tochter in einer Pressemitteilung.
Die gute Sommersaison konnte das gesamte Jahr jedoch nicht aufwiegen. Im ersten Quartal kosteten Streiks die 100%ige Lufthansa-Tochter Millionen und im zweiten Quartal gab es Probleme bei der Auslieferung von Flugzeugtriebwerken.
Zuversicht
Infolgedessen liegt der Betriebsgewinn nach neun Monaten bei lediglich 32 Mio. €. Das sind 27 Mio. € weniger als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Brussels Airlines gibt sich dennoch zuversichtlich und möchte bis zum Jahresende „solide profitable Ergebnisse“ erzielen.
Die Unruhen im Nahen Osten bleiben eine Herausforderung für Brussels Airlines. Normalerweise bietet die Gesellschaft 10 bis 14 Flüge pro Woche in diese Region an. Diese sind aktuell gestrichen. Brussels Airlines sei weiterhin bereit dazu, die Region mit Brüssel und dem Rest der Welt zu verbinden, sobald es die Situation erlaube, heißt es zu dieser Frage bei der Fluggesellschaft.
Brussels Airlines wird ab Sommer 2025 zum ersten Mal Jobstudenten als Bordpersonal
Die Studierenden werden die gleiche Ausbildung und Bezahlung erhalten wie das übrige Kabinenpersonal. Laut Nico Cardone, Sprecher von Brussels Airlines, ist der Einsatz von Ferienjobbern während der Hochsaison im Sommer in der Branche nicht ungewöhnlich. Brussels Airlines plant, zunächst bis zu 60 Studierende für solche Jobs einzustellen, die zusätzlich zu den normalen Zeitarbeitskräften eingesetzt werden. Insgesamt stellt die Fluggesellschaft im kommenden Sommer rund 180 Zeitarbeitskräfte für den Einsatz an Bord der Maschinen während den Flügen ein.
Die Jobstudenten werden die gleiche Ausbildung durchlaufen wie das reguläre Kabinenpersonal, mit dem einzigen Unterschied, dass deren Ausbildungstage an Wochenenden bzw. an Ferientagen anfallen. Sie werden demnach die gleichen Prüfungen ablegen müssen. „Das bedeutet zum Beispiel auch, dass sie 80 % der Sicherheitsprüfungen bestehen müssen“, so Cardone.
Der Einsatz von Werkstudenten sei keine Einsparung für die Gesellschaft, sagte der BA-Sprecher. Schließlich erhalten sie die gleiche Vergütung und die gleichen Boni. Brussels Airlines sieht diese Vorgehensweise als einen Test an. Es sei denkbar, dass Jobstudenten irgendwann auch an Wochenenden arbeiten könnten. „Festangestellte mit Kindern könnten dann an den Wochenenden und in den Ferien öfter zu Hause sein“, so BA-Sprecher Cardone.
