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Inland
Justiz

Urteile im größten Drogenprozess, der je in Belgien stattfand

In einem großen Drogenprozess in Brüssel, dem größten Verfahren seiner Art, der jemals in unserem Land stattgefunden hat, wurden mehr als 120 Angeklagte verurteilt. Einer der Anführer wurde zu 17 Jahren Haft verurteilt. Der Fall bzw. die Fälle betrafen Drogenimporte aus Kolumbien und Marokko nach Belgien. Dieser Prozess ist quasi ein „Nebenschauplatz“ der Sky-ECC-Ermittlungen.  

Andreas Kockartz
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Aktualisiertupdate:

Der Brüsseler Mega-Drogenprozess im neuen "Justitia"-Gerichtssaal im ehemaligen Nato-Hauptgebäude in Haren bei Brüssel (wo 2022 und 2023 auch der Prozess nach den islamistischen Terroranschlägen vom 22. März 2016 stattfand) ist ein Ableger der Sky-ECC-Ermittlungen, die bereits seit einigen Jahren laufen. Seinerzeit waren Ermittler mehrerer Länder (auch der belgischen Polizei) in der Lage, verschlüsselte Telefone von Drogenbanden zu knacken und Millionen on Nachrichten von ihnen zu lesen.

So gelang es der Kripo der Bundespolizei in Brüssel im Oktober 2021 diese Bande aufzurollen. Dabei handelt es sich nicht um eine große Bande, sondern um mehrere miteinander kooperierende Gruppen.

Die Angeklagten stehen im Verdacht, Kokain im großem Stil aus Südamerika nach Europa geschmuggelt zu haben und zwar in Containern mit Hochseefrachtern und sogar mit Privatflugzeugen. In Belgien wurde das Kokain in Portionen verpackt und dann weiter in verschiedenen europäischen Ländern gedealt. Einmal mehr erwies sich unser Land als Drehscheibe für den europaweiten Drogenhandel.

(Lesen Sie bitte unter dem Video weiter)

ANSEHEN

129 Angeklagte

Insgesamt 129 Angeklagte stehen in Brüssel vor Gericht, Männer und Frauen - auch aus unserem Land. Die meisten aber sind Albaner, Kolumbianer und Nordafrikaner. Und auch ein Brüsseler Polizeibeamter, der den Kriminellen bei der Informationsbeschaffung geholfen haben soll, stand hier vor dem Richter.

Die meisten von ihnen sind inzwischen verurteilt worden, oft zu hohen Haftstrafen, denn die belgischen Gerichte und Richter verhängten in diesem Zusammenhang harte Strafen von zwischen 14 Monaten und 17 Jahren Gefängnis. Außerdem wurden Millionen Euro beschlagnahmt. Auch am Dienstag gab es wieder Haftstrafen von 7 bis zu 17 Jahren. 

Viel Arbeit für die Justiz

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