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Gesundheit

Polizei warnt vor dem Konsum von Kautabak in der Schule

Die Polizei in Rumst (Provinz Antwerpen) warnt Eltern und Schulen vor dem Konsum von Kautabak an den Sekundarschulen. Damit reagiert die Polizei auf einen Vorfall, bei dem fünf Schülern in Reet nach dem Konsum von Kautabak schlecht geworden war.

Martina Luxen
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Am Freitag sind fünf Schüler der Sonderschule Groenlaar in Reet erkrankt, nachdem sie während des Unterrichts Kautabak, auch Snus genannt, eingenommen hatten. Ein Schüler musste ins Krankenhaus, durfte aber noch am selben Tag nach Hause gehen. Die Polizei wurde benachrichtigt und untersucht den Vorfall.

Kautabak, auch Snus genannt, ist in allen Ländern der EU, außer in Schweden verboten. In den sozialen Medien sind die kleinen Tabakbeutel, die wie Miniteebeutel aussehen, der neue Hype“, so Sofie Van Bael von der Polizeizone Rupel. Sie werden unter die Oberlippe gesteckt und erhalten oft eine höhere Dosis Nikotin als eine Zigarette. Das kann unangenehme Nebenwirkungen wie Übelkeit und Schwindel hervorrufen.  

Die Polizei ist besorgt, weil die neue Art von Tabak bei jungen Menschen beliebt zu sein scheint, obwohl der Konsum viele Risiken birgt. Nach Ansicht der Polizei ist es Aufgabe der Eltern, ihre Kinder auf die Gefahren von Snus aufmerksam zu machen. „Wir würden ihnen vor allem raten, mit ihrem Kind offen darüber zu sprechen und sie vor den Nebenwirkungen zu warnen. 

Snus kann die Nikotinmenge von 1 bis 6 normalen Zigaretten enthalten

Philippe Jorens (Foto unten) Toxikologe an der UZA, warnt schon seit einiger Zeit vor dem Gebrauch von Snus. Auch er beobachtet seit mehreren Jahren, dass diese Art von Tabak immer beliebter wird. Vor allem, weil junge Menschen glauben, dass er weniger schädlich ist als eine normale Zigarette. 

„Der Unterschied zu normalen Zigaretten ist, dass Snus nicht inhaliert wird. Er wird normalerweise unter die Oberlippe gesteckt, so dass das Nikotin langsam über die Schleimhäute ins Blut gelangt. Normalerweise enthält Snus die Nikotinmenge von 1 bis 6 normalen Zigaretten. Das ist also eine große Menge, vor allem, wenn man ihn zum ersten Mal konsumiert.“

In Belgien gilt Snus als Droge und ist daher illegal. Jorens vergleicht das Phänomen mit dem Vapen: "Anfangs dachten wir auch, es sei weniger schädlich als das klassische Rauchen, aber genau wie Snus ist es auch schädlich“, betont Jorens.

Laut Jorens ist es eine gute Idee, dem Rat der Polizei zu folgen und Kinder vor den Gefahren von Snus zu warnen. „Als Eltern kann man auch den Kühlschrank kontrollieren, denn Snus bleibt länger haltbar, wenn man ihn bei kühleren Temperaturen lagert. Wenn Eltern ein Auge auf den Kühlschrank haben, können sie das Problem schneller entdecken."

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