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Die Vooruit-Basis feierte das Ergebnis der Abstimmung: keine Stadtregierung mit der N-VA
Inland
Politik

Kommunalwahlen in Gent: Sozialistische Basis weist Abkommen mit flämischen Nationalisten ab

Die Anhänger der flämischen Sozialisten (Vooruit) in Gent haben das Abkommen, das ihre Partei in einem Bündnis mit den Liberalen (Voor Gent) und den Nationalisten der N-VA nach den Kommunalwahlen am 9. Oktober ausgehandelt hatten, abgewiesen. Die Basis will die Stadt wie bisher mit einer progressiven Koalition weiter verwalten und das, so die Mitglieder, sei nur mit den Grünen (Groen) möglich.

Belga Martina Luxen
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In Gent, Provinzhauptstadt von Ostflandern, hatten die Liberalen (Open VLD), die Sozialisten und die Grünen 12 Jahre lang die Geschicke der Stadt gelenkt. Nach den jüngsten Kommunalwahlen nahm das Bündnis aus Sozialisten und Liberalen (Voor Gent) zuerst Koalitionsverhandlungen mit Groen auf. Diese scheiterten jedoch, sodass sich Open Gent der nationalistisch konservativen N-VA zuwandte. Das Manöver war insbesondere dem Einfluss der N-VA von Bart de Wever zugeschrieben worden, der auch in anderen Städten die Zusammenarbeit mit Vooruit suchte und fand.

Dass die Grünen gegen die N-VA eingetauscht werden sollten, stieß nicht nur den Grünen übel auf, sondern auch der sozialistischen Basis in Gent, einer Stadt, die als progressives Bollwerk gilt.

Hafsa El-Bazioui von den Grünen soll die Gespräche mit Open Gent wieder in Gang bringen.

Noch bevor sich Vertreter von Open Gent und N-VA vorige Woche auf ein Koalitionsabkommen für die rund 260.000 Einwohner zählende Stadt einigen konnten, kam es an mehreren Tagen zu lautstarken Protesten bei der sozialistischen Basis. Die Anhänger brachten zeitweise mehrere Tausend Leute auf die Beine, um gegen den Rechtsruck mit der N-VA zu protestieren.

Am Sonntag hat die Basis von Vooruit, die über das ausgehandelte Programm der Stadtregierung abstimmte, die Allianz mit der N-VA verworfen.

Jetzt sind die Grünen am Zuge, die bei den Kommunalwahlen den zweiten Platz erreichten.

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