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Eine Kläranlage der Brüsseler Wassergesellschaft Vivaqua

"Forever Chemicals" im Brüsseler Trinkwasser?

Aus einer Analyse der regionalen Brüsseler Wassergesellschaft Vivaqua ist ersichtlich, dass im Trinkwasser der belgischen Hauptstadt Rückstände von TFA gefunden wurden. Trifluoressigsäure ist eine synthetische chemische Verbindung aus der PFAS-Gruppe. Dies meldeten diese Woche unsere frankophonen Kollegen der RTBF und der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

TFA gilt als umweltbelastendes chemisches Produkt, dass zu den Produkten gehört, die man „Forever Chemicals“ nennt, die die Natur also nicht abbauen kann. Wenn Vivaqua das TFA aus dem Trinkwasser filtern muss, bringt dies eine enorme finanzielle Belastung für den Haushalt der chronisch verschuldeten Brüsseler Hauptstadt-Region mit sich.

Trifluoressigsäure ist ein farbloser Stoff, der allerdings scharf riecht. Vivaqua untersucht die Anwesenheit von „Forever Chemicals“ in 6 Reservewasserbecken in der Region, von wo aus die Gemeinden mit Trinkwasser versorgt werden. Für die chemischen Stoffe aus der PFAS-Gruppe gilt in der EU ein zulässiger Höchstwert von 500 Nanogramm pro Liter Wasser. Diese Norm tritt in der Brüsseler Region aber erst ab 2026 in Kraft.

Laut RTBF und BRUZZ wurden in nur 8 von insgesamt 287 Proben von Vivaqua TFA-Werte gefunden, die unter dem EU-Maximum liegen. In den übrigen Messproben wurde dieser Richtwert demnach überschritten und in 170 der Proben wurde eine TFA-Konzentration von mehr als 1.000 Nanogramm pro Liter Wasser nachgewiesen.  

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